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Der Trierer Bischof Stephan Ackermann fordert die Aufnahme weiterer christlicher Flüchtlinge aus dem Irak.

 Deutschland dürfe sich «nicht als Land darstellen, dass sozusagen einen Sicherheitswall um sich aufbaut», sagte er dem Deutschlandfunk am Freitag. In der Bundesrepublik gebe es Kapazitäten, um noch mehr irakischen Christen Schutz zu gewähren. Bereits 2009 wurden 2.500 verfolgte Iraker aufgenommen, darunter zahlreiche Christen.

 Am Vormittag will der Bundestag in Berlin über Religions- und Glaubensfreiheit debattieren. Er sei dankbar dafür, dass dieses Thema im Parlament angesprochen werde, sagte Ackermann, der die Debatte von der Besuchertribüne aus verfolgen wird.

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 Unter anderem gelte es, die Sensibilität für die Situation der Christen im Irak zu stärken, unterstrich der Vorsitzende der katholischen Kommission Justitia et Pax, die sich unter anderem um Menschenrechte kümmert. Er verwies auf die Geiselnahme in der Kathedrale von Bagdad, bei der Anfang November 52 Christen getötet wurden. Diese Ausmaß der Gewalt sei schockierend.

 Deutschland müsse auf der internationalen Bühne immer wieder die Stimme für die Religionsfreiheit erheben, mahnte Ackermann. Zugleich sprach er sich dagegen aus, den Bau von Moscheen in Deutschland an die Bedingung zu knüpfen, dass Christen in islamischen Ländern vergleichbare Rechte bekommen. Die katholische Kirche trete für Religionsfreiheit im öffentlichen Raum ein. Dafür stelle sie keine Vorbedingung.

(Quelle: epd)