Christliche Initiative kritisiert Praxis von Primark als „teils illegal“

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Grafische Darstellung Näherin, Postkarte
Das Unternehmen Primark feiert 50-jähriges Bestehen. Die CIR deckt Zahlen auf. Bild: Christliche Initiative Romero

Die christliche Initiative Romero (CIR) hat anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Mode-Discounters Primark ein Dossier veröffentlicht. An den Beispielen Primark und C&A beschreibt die Initiative „Fast Fashion“ (schnelle Mode, gemeint ist die Produktion von Massenware zu schlechten Arbeitsbedingungen) und dessen Folgen für Mensch und Umwelt.

Isabell Ullrich ist Referentin für Kleidung bei der CIR. Als Fazit der durchgeführten Untersuchung stellt sie fest, dass in keiner der untersuchten Fabriken „der Verhaltenskodex eingehalten“ wird, „den Primark seinen Herstellern auferlegt. Die Löhne und das Maß an Überstunden sind teils illegal.“ Primark und Co. trügen den Hauptteil der Verantwortung dafür mit ihrem Einkaufsverhalten. Damit duldete die internationalen Unternehmen schlechte Arbeitsbedingungen, um die Produktion zu beschleunigen.

Im dritten Teil des Dossiers stellt die CIR Forderungen an die „Fast Fashion Industrie“  sowie Politik und gibt konkrete Vorschläge für konsumierende Bürger. Beispielsweise fordert CIR die Verpflichtung von Unternehmen, Mindeststandards für menschenwürdige Arbeitsbedingungen einzuhalten. Von der Politik erwartet die Initiative die Einführung eines Gesetzes, das Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte in ihren Lieferketten verpflichtet. Konsumenten schlägt sie vor, bei Unternehmen nach der Herkunft der Kleidungsstücke nachzufragen, um das Interesse daran zu kommunizieren.