Im Namen des Arbeitskreises Christinnen und Christen der SPD haben sich Wolfgang Thierse und Kerstin Griese in einer Pressemitteilung bedauernd über den Rücktritt ihrer Chefin geäußert. Andrea Nahles legte ihre Ämter als Partei- und Fraktionschefin am Sonntag (2. Juni) zurück.

Die Sozialdemokratin habe „mehr Solidarität verdient, als sie in den vergangenen Wochen und Monaten erhalten hat“. Herausforderungen innerhalb einer Partei seien Kollektiv zu lösen und nicht damit, einer Person die Schuld zuzuweisen. Auch müsse der „Identitätskern der SPD“ der aus einer „Politik für Gerechtigkeit und Solidarität, für sozialen Zusammenhalt einer gespaltenen Gesellschaft und für die Bewahrung der Schöpfung“ stehe, gemeinsam wieder sichtbar gemacht werden, schreiben Thierse und Griese. Im Interview mit der MOZ drückt Thierse sein Erschrecken über die Situation aus und hofft, dass die Parteimitglieder „nun wirklich innehalten und begreifen: Ohne Solidarität ist sozialdemokratische Politik nicht möglich.“

 

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Und wieso haben die beiden nicht den Rücktritt verhindert, indem sie ihre Mitgliedschaft dazu nutzten, mit ihren Kollegen und Kolleginnen Tacheles zu reden? Oder wollten die nicht hören?
    Ich denke, die SPD ist am Ende, da ist nix mehr zu machen.

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