Chuck Smith, der Gründer der Calvary-Chapel-Bewegung und Förderer der Jesus People ist am Donnerstagmorgen im kalifornischen Newport Beach gestorben. Der 86-Jährige erlag einem Krebsleiden.

Die von Smith 1965 entscheidend entwickelte Calvary-Chapel ist eine der größten amerikanischen Glaubens-Bewegungen mit rund 1.000 Ablegern in den USA und in aller Welt. In Deutschland gibt es 22 Gemeinden, in Österreich existieren drei.
Der 1927 geborene Smith wuchs in einem christlichen Elternhaus auf.

Er arbeitete nach einer Bibelschul-Ausbildung zunächst als Pastor für unterschiedliche Denominationen, darunter die pfingstkirchlich geprägte International Church of the Foursquare Gospel. Nach wenigen Jahren wurde er Pastor einer kleinen Gemeinde namens Calvary Chapel nahe des südkalifornischen Santa Ana. Diese bekam erheblichen Zulauf als Smith seine Predigten auch im Radio veröffentlichte.

Gottesdienste für junge Menschen

In den Folgejahren gelang es Smith, durch informell und zeitgemäß gehaltene Gottesdienste und einen lebendigen Predigtstil, vor allem junge Menschen anzusprechen. Die Calvary Chapel war ein Zentrum der Jesus People, einem christlichen Ableger der Hippie-Bewegung. Smith legte wert auf Lobpreis im Stil zeitgenössische Musik und beeinflusste mit dieser Haltung das evangelikale Christentum in Amerika.

In die Kritik geriet Smith durch ein 1978 veröffentlichtes Buch, in dem er das Ende der Welt bis 1981 angekündigte. Als dieses ausblieb, wandten sich viele Mitglieder von der Calvary-Chapel-Bewegung ab. Umstritten war auch seine Äußerung zu den Terror-Anschlägen des 11. September 2001, die er als gegen Homosexuelle und Abtreibung gerichteten Zorn Gottes interpretierte.

Seine Radio- und Fernsehpredigten waren bis zuletzt beliebt und wurden laut dem Magazin Christianity Today in 350 Städte auf der ganzen Welt übertragen. Im Jahr 2011 diagnostizierten Ärzte bei Smith Lungenkrebs. Trotz seiner Krankheit arbeitete er weiter als Pastor der Gemeinde bei Santa Ana, in der er seit 1965 wirkte.

(Quelle: Christliches Medienmagazin Pro)