Am Aschermittwoch beginnt für die Christen die sechseinhalbwöchige Vorbereitungszeit auf Ostern. Zu Beginn dieser Fastenzeit wird Katholiken in den Gottesdiensten mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Es soll an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Dieses Aschenkreuz gibt es in Essen in diesem Jahr erstmals auch „to go“ – in der Fußgängerzone.

Bernd Wolharn, Cityseelsorger am Essener Dom, zeichnet allen, die am Aschermittwoch keinen Gottesdienst besuchen können, an einem kleinen Stand auf der Kettwiger Straße ein Aschenkreuz auf die Stirn. Das Angebot „Ashes to go“ beginnt um 12 Uhr mit dem kurzen Mittagsimpuls im Dom – anschließend bietet Wolharn das Aschenkreuz bis 14 Uhr vor der Kreuzigungsgruppe an der Kettwiger Straße an.

Das „Aschenkreuz to go“ ist außerdem in der Diözese Freiburg „erhältlich“, sowie im Erzbistum Köln. Auch die Citykirche Wuppertal folgt dem Trend zum Aschermittwoch. Wiener Katholiken können es sich ebenfalls in der Innenstadt auf die Stirn zeichnen lassen. Was ist die Motivation hinter diesen Aktionen? „Wir müssen unterwegs sein zu den Menschen und nicht darauf warten, dass sie zu uns kommen“, erklärt der Pastoralreferent der Citykirche Wuppertal Werner Kleine.

Die Asche für die katholischen Aschenkreuze stammt übrigens von den verbrannten Zweigen vom Palmsonntag des Vorjahres. Am Sonntag vor Ostern erinnern die Katholiken in den Gottesdiensten mit Palmwedeln und anderen grünen Zweigen an den in der Bibel beschriebenen umjubelten Einzug Jesu in Jerusalem. Letztendlich weißt es auf Ostern hin, denn es symbolisiert nicht nur die Bereitschaft zu Umkehr und Buße sondern zugleich auch die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung.

6 DIREKT-KOMMENTARE

    • Hallo Martin, das Aschenkreuz „symbolisiert nicht nur die Bereitschaft zu Umkehr und Buße sondern zugleich auch die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung.“ Als Protestant ist mir diese Tradition fremd. Aber ist es als bewusstes Zeichen nicht ein starkes evangelistisches Symbol? Ich finde schon. VG, Daniel

  1. Die Menschen brauchen Jesus dann ist ihr LEBEN unvergänglich. HÖRT AUF SOLCHE falschen Lehren ( Aschekreuze ) zu hofieren noch zu verbreiten.

    • JESUS NICHT AUSSPIELEN GEGEN TRADITIONEN

      Als evangelischer Christ muss ich sowohl Martin widersprechen (Götzendienst pur) noch Lothar Winkler, der Aschekreuze für eine falsche Lehre hält und sie gegen Jesus Christus ausspielt. In der weltweiten Christenheit gibt es unterschiedliche Traditionen, die deshalb aber kein Teufelszeug sind. Wenn wir den Heiligen Geist nicht hindern wollen, an einer weltweiten ökumenischen Kirche zu arbeiten, müssen wir mit den Schwestern und Brüdern gnädiger und liebevoller umgehen. Jedenfalls gut finde ich, dass Christen an die Hecken und Zäune der Großstadt gehen. Warum ein Aschekreuz auf der Stirn nicht an unsere irdische Vergänglichkeit erinnern darf und Götzendienst ist, erschließt sich mir nicht. Jesus Christus nachfolgen kann man auch mit Aschekreuz sowie mit oder (fast) ohne Tradition.

      Bernd Hehner, Kaiserslautern

    • Hallo Lothar. Natürlich brauchen wir Menschen Jesus Christus! In ihm liegt unser Heil. Das würde auch dieser Cityseelsorger unterstreichen. Das Aschenkreuz ist keine „Heilslehre“. Als Protestant ist es mir genauso fremd wie dir. Aber ist es als bewusstes Zeichen nicht ein starkes evangelistisches Symbol? Ich finde schon. VG, Daniel

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