Corona Arzt mir Abstrich in Schutzanzug
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In einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven haben sich mindestens 44 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Dies berichtet das Onlineportal Nord 24. Es bestehe der Verdacht, dass sich die Betroffenen in Gottesdiensten der Gemeinde angesteckt haben. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Infizierten noch steigen wird.

Nach Angaben der Behörden stünden inzwischen über 100 weitere Personen unter Quarantäne. An den Gottesdiensten der Freien Evangeliums Christengemeinde hätten rund 150 Personen teilgenommen – weniger als sonst, da die Gemeinde wegen Corona eine Obergrenze festgelegt hatte. Teilnehmerlisten seien nicht angelegt worden. Die Behörden arbeiten nun daran, die Infektionsketten zu identifizieren, heißt es.

Link: Corona-Ausbruch in Bremerhavener Kirchengemeinde

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8 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wenn man auf Gesang verzichtet, Mundschutz trägt und die nötigen Abstandsregeleungen einhält, d.h. auch die Besucherzahl stark begrenzt, dann kann man Gottesdienst feiern. Als Gemeinde Christi sollten wir ein Vorbild sein und nicht die Verursacher weiterer Infektionen. Gott hat uns nicht gesagt, dass wir ihn herausfordern sollen sondern dass wir der Obrigkeit gehorchen sollten.

  2. Ich stehe derzeit selbst unter Quarantäne nach einem Gottesdienstbesuch…ich kann es dem Gesundheitsamt nicht verdenken, dass es jetzt erst mal alle Teilnehmer an der Messe, an der auch eine infizierte Person teilgenommen hat, „festgesetzt“ hat.
    Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, dass Gottesdienste nach den Regeln, die sich das Erzbistum Köln auferlegt hat, eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich machen:
    – jede zweite Kirchenbank bleibt frei, es dürfen maximal drei Personen in einer Bank sitzen, sodass der Mindestabstand in alle Richtungen eingehalten wird
    – wer an einer Messe teilnehmen möchte, muss sich telefonisch oder über das Internet anmelden
    – es wird auf gemeinsamen Gesang verzichtet
    – beim Betreten und Verlassen der Kirche desinfizieren wir uns die Hände
    – die Teilnahme am Gottesdienst ist nur mit Mundschutz möglich, dieser wird nur beim Kommunionempfang kurz abgenommen
    — um unnötigen Kontakt zu vermeiden, bewegen wir uns nur in Pfeilrichtung in der Kirche
    – Mundkommunion ist derzeit nicht möglich
    – von allen Gottesdienstbesuchern werden die Kontaktdaten erfasst
    – beim Friedensgruß nicken wir einander zu, auf den sonst üblichen Handschlag wird verzichtet
    Das alles ist sehr gewöhnungsbedürftig und wir sehnen uns danach, die Messe wieder in der gewohnten Form feiern zu können.
    Aber wir wollen einander und andere Menschen nicht gefährden…unsere Kirchen sollen Orte der Begegnung mit Gott und untereinander sein, aber keine Corona-Hotspots.

    • > Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, dass Gottesdienste nach den Regeln, die sich das Erzbistum Köln auferlegt hat, eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich machen

      Das ist sehr gut möglich.

      Ich meine, wir haben bisher 3 große Fälle, wo sich sehr viele Menschen im Gottesdienst infiziert haben. Alle 3 Fälle in Freikirchen, obwohl diese nur einen kleinen Teil der Kirchen ausmachen. Sicherlich noch keine belastbaren Zahlen, aber für mich schon ein Indiz, in welchem Bereich es derzeit bei christlichen Gemeinden hakt, was die Akzeptanz und Durchführung von Maßnahmen gegen Corona angeht.

      • @Jörg

        Sie vergessen zu erwähnen, dass es sich bei den beiden Gemeinden um russland-deutsche Gemeinden handelt (Bremerhaven und Frankfurt), deren Mitglieder auch noch untereinander Kontakt halten. Welche ist denn der von ihn genannte dritte Fall?

        Aber danke, dass sie gleich alle Freikirchen verdächtigen, sorglos mit Corona umzugehen.

  3. Online-Gottesdienste und Treffen in Zoom u.a. Internet-Chats sind gut möglich. Eine Alternative wären z.Z. Freiluft-Gottesdienste mit Abstand und Maske und ohne Umarmungen und ähnlichem. Denke Christen sollten als Vorbild vorangehen auch als Gegenpol zu den Verschwörungstheoretikern und sonstigen Rechten und Linken Demonstranten die gegen die Regierung und die (sinnvollen) Beschränkungen demonstrieren. Gott hat uns einen Verstand gegeben und zu verantwortungsvollem Handeln (gegen über unseren Nächsten) aufgerufen. Jesus ist auch nicht vom der Mauer gesprungen als der Teufel ihn mit einem Bibelwort dazu aufforderte – sondern wir sollen Gott nicht versuchen – auch nicht in Corona-Zeiten.

  4. Unser Landkreis ist seit ca 3 Wochen ohne Neuinfektionen. Trotzdem haben wir für unsere Gottesdienste strenge Vorgaben erlassen und denken, dass bei Einhaltung nichts passieren wird: gelenkte Besucherströme, 2 Gottesdienste á 1 Stunde mit 1 Stunde Pause um Begegnungen von Gehenden und kommenden Besuchern zu vermeiden, entsprechende Bestuhlung (48 von ca. 200 möglichen Sitzplätzen, Maskenpflicht für alle, Desinfektionsgeräte, beschränkte Toilettennutzung, Ordnerdienst, strikte Einhaltung der 2m-Abstandsregeln, keine Kaffeeküche, Aufzeichnung der Predigt und online stellen für die, die noch nicht an Präsenzgottesdiensten teilnehmen möchten, Besucherlisten durch Onlineanmeldung, maximale Belüftung des Saales, strikte Mikrophontrennung (jeder sein eigenes, anschließend desinfiziert), wer nicht vollständig gesund ist (welche Symptome auch immer) soll den Gottesdienst online genießen und gerne zu Hause bleiben usw. usw. Das alles plus Vernunft der Besucher und vor allem Vertrauen in unseren Herrn schätzen wir als bestmögliche Prävention für unsere Gottesdienste die – nebenbei bemerkt – noch nicht voll besetzt sind. Leichtsinnigkeit ist derzeit nicht angebracht.

  5. In dieser Zeit ist es dank der Technik möglich Gottesdienste online zu schalten.
    Solange kein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht sollte auf Menschenansammlungen verzichtet werden, es sei denn man könnte den Gottesdienst im Freien gestalten.

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