Deborah Rosenkranz: „Stärker denn je“

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Ein sehr offenes, ehrliches Buch, in dem man mitleidet, mitweint, mithofft. Deborah macht sich mit diesem Buch und ihrer Offenheit sehr verletzlich. Aber genau das ist der Grund, warum sie so offen berichtet. Sie hofft und betet, dass ihre Geschichte viele Mädchen und Frauen davor bewahrt, die gleichen Fehler wie sie zu begehen, tief verletzt zu werden, sich selbst zu verlieren. Oder dass Frauen, die zerbrochen sind, hören, dass neu aufzustehen mit Gottes Hilfe möglich ist. Dass verlorene Träume wieder neu geträumt werden können und Gott nur einen Hilferuf weit entfernt ist.

Deboras „neue Geschichte“, wie sie es selbst nennt, ist eine Geschichte, welche sich so oder ähnlich immer wieder ereignet. Was dieses Buch besonders macht ist nicht nur Deborahs Offenheit, sondern die immer wieder passend zum Ereignis und Thema eingestreuten Bibelstellen.
Eigentlich weiß Deborah durch ihre jahrelange Magersucht, die sie mit Gottes Hilfe überwunden hat, um ihren Wert in und durch Gott. Dies gibt sie auch immer wieder in ihren Konzerten, Gesprächen und Referaten weiter. Sie weiß es nicht nur, sie hat es auch für sich verinnerlicht. Trotzdem geschieht es, dass Deborah durch die Liebesbeziehung mit einem Mann der verinnerlichten tiefen Überzeugung ihres Wertes und ihrer Würde beraubt wird. Ohne es zu merken, verliert sie mehr und mehr sich selbst, ihr „Ich“. Sie fängt an, sich um der Liebe willen zu verbiegen. Sie verliert zunehmend ihre Träume und Visionen und merkt nicht, dass sie damit immer mehr sich selbst aufgibt. Ihr Beweggrund ist ja die Liebe und die erhoffte gemeinsame Zukunft mit dem geliebten Mann. Muss man sich nicht anpassen, Zugeständnisse machen? Der Liebe willen?
Während sie diese Zeit schildert, fügt sie immer wieder passende Bibelstellen ein mit Aussagen, die deutlich machen, welchen Lügen des Feindes man – ohne es zu merken – glauben kann. Denn genau das ist ihr passiert, ohne ihr bewusst zu sein. Während Familie und Freunde sie zu warnen versuchen, hofft Deborah immer noch auf ein Happy End. Ihr Geliebter und sie passen doch so gut zusammen, sie liebt ihn, sie lieben Gott, sie lieben beide die Musik. Doch irgendwann, nach vielen Verletzungen, als ihr Freund sie dann noch krank am Flughafen stehen lässt ohne sich weiter um sie zu kümmern, erkennt Deborah die schmerzhafte Wahrheit.

Das Ende der Beziehung ist der Anfang des kompletten Zusammenbruchs, einer tiefen Depression. Monatelang zieht sie sich zurück – mit der Bibel im Gepäck. Sie sucht Gott, seine Hilfe, seine Rede, fleht ihn an, etwas zu tun. Doch die Antwort Gottes sieht anders aus. Gott fordert sie auf: „Tu du doch was!“ Sie liest die Bibelstelle: „Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe zu mir um Hilfe. Ich will dich retten und du sollst mich preisen“ (Psalm 50,15). Sie liest Poster mit Aussagen wie „Wenn du aufgegeben hast, dann erinnere dich daran, weshalb du angefangen hast!“. Warum hatte sie mit der Musik damals angefangen? Was war ihre Motivation, zu vielen Mädchen und Frauen über ihren Kampf um die Magersucht zu sprechen? Hatte sie nicht kläglich versagt? Konnte sie Gott noch einmal dienen? Durch Johannes 15,16 zeigt ihr Gott ganz klar: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, damit ihr Frucht bringt!“ So führt Gott sie Schritt für Schritt aus diesem tiefen Tal. Irgendwann spricht Gott zu ihr über Vergebung, und ihre Vergebung bringt ihr den Durchbruch in ein neues Leben. Deborah wagt einen Neuanfang mit ihrem Leben, ihren Träumen, der Musik und mit einer tief greifenden Botschaft: „Schütze dein Herz, deine Gedanken, vergiss niemals deinen Wert und deine Würde, die dir Gott gegeben hat! Sei dir dieses Wertes immer bewusst, lass dir diesen Wert von keinem Menschen rauben! Niemals!“ Ein Buch, das jede Frau gelesen haben sollte, mit einer Botschaft, die in jedem Frauenherzen sein sollte!

Von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573452-4-0
Seitenzahl: 224
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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