Désirée Gudelius (Hrsg.): „Glaube zwischen Trotz und trotzdem“

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In diesem Buch ringen Menschen mit ihrem Glauben, mit Gott. Die sehr offenen und ehrlichen Berichte der einzelnen Autoren sind – jeder in seiner ganz besonderen Lebenssituation – unglaublich berührend. „Es ist ein kalter, trüber Tag, als meine Ehe scheitert, und Gott scheint fern. Und gleichzeitig nah …“ Es wird darum gerungen, zu verstehen, warum Gott das eine Baby während der Schwangerschaft sterben lässt und das nächste Baby mit einer schweren Behinderung zur Welt kommt. Jemand verliert seine Schwester durch Suizid.

Schwere Krankheiten, schwierige Lebenssituationen, unerhörte Gebete. Die Autoren stellen sich Fragen: Wo ist Gott? Warum hat er das zugelassen? Warum greift er nicht ein? Warum antwortet er nicht? Die Antwort bleibt meist offen. Da wird um den verlorenen Glauben gerungen. Darum gekämpft, Gott neu vertrauen zu können. Dürfen Zweifel sein? Hält Gott das aus? Gibt es Gott wirklich?

Es ist ein bewegendes Buch, in dem offen und ehrlich über tiefste Zweifel und Glaubenskrisen berichtet wird. Dabei bleibt es aber nicht stehen. Denn genauso ergreifend ist es, zu lesen, wie Gott mitten in dieser Not, manchmal auch erst rückwirkend zu erkennen, dabei war. Es entstehen veränderte Leben, ein veränderter, gereifter, manchmal noch zerbrechlicher Glaube. Mich hat dieses Buch sehr bewegt, da diese Fragen nach dem Tod meines Sohnes auch für mich existenziell waren. In den Zweifeln und Kämpfen habe ich mich wiedergefunden. Dieses Buch mit seinen Lebensgeschichten kann ich nur empfehlen!

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Von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573458-5-1
Seitenzahl: 224
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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