Die deutschen Methodisten haben einen jahrelangen Streit um den Umgang mit Homosexualität vorläufig beigelegt. Im Ergebnis wird Geistlichen und Gemeinden damit freigestellt, ob sie gleichgeschlechtliche Paare segnen.

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Die entsprechende Beschlussfassung des Kirchenvorstandes vom Wochenende gelte vorläufig bis zur nächsten Zentralkonferenz, wie die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) in Deutschland mitteilte. Diese solle voraussichtlich im November 2021 tagen, heißt es.

Der Kirchenvorstand setzte Passagen der in der EmK gültigen Ordnung vorläufig außer Kraft, die negative Aussagen zum Thema Homosexualität sowie die entsprechenden Verbote kirchlicher Handlungen enthalten. Damit werde Gemeinden die Möglichkeit eröffnet, sich für die Belange von Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen stärker zu öffnen, hieß es. Diese Öffnung erfolge weder automatisch, noch ergebe sich daraus ein Zwang. Ordinierten Geistlichen werde Gewissensschutz garantiert und Gemeinden werde zugesichert, gleichgeschlechtlichen Paaren nicht automatisch kirchliche Handlungen gewähren zu müssen

Zum anderen ist die Neuformierung eines «Gemeinschaftsbundes» innerhalb der deutschen Methodisten geplant, der besonders in Fragen von Sexualität und Ehe eine ausdrücklich konservative Profilierung haben wird. Der «Gemeinschaftsbund» bleibt Teil der Kirche. Einzelne Kirchenglieder sowie Gemeinden oder Bezirke könnten sich diesem Bund anschließen, hieß es. Menschen und Gemeinden mit überwiegend konservativer Prägung in sexualethischen Fragen hätten damit weiterhin innerhalb der Kirche eine Heimat.

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Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) in Deutschland zählt rund 51.000 Gläubige. Der Weltrat Methodistischer Kirchen verbindet rund 51 Millionen Menschen. Der Methodismus bildete sich im 18. Jahrhundert in England als Erweckungsbewegung.

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Gottes Wort gilt auch bei den Methodisten nicht mehr, sehr traurig – der Abfall der Gemeinde geht rasch voran, keine ermutigende Entwicklung.
    L.G. Martin Dobat

    • Ach, es gibt doch noch genug Freikirchen, in denen Olaf Latzels und Ulrich Parzanys Wort hochgehalten werden! Die meisten Methodisten interessieren sich doch wohl sowieso nicht für die Methoden von Herrn Wesley, sondern sind da hingegangen, weil sie lieber auf Englisch singen?!

    • Naja, einen Abfall wird es nicht geben! Denn was Gott begonnen hat das wird er auch vollenden. Nur Mut!!! Ich glaube sogar das in Deutschland die EmK erneuert wird. Das Thema Homosexualität etc. ist noch lange nicht zu Ende. Jesus wird unserem Feind Satan keine Gelegenheit geben sein Werk zu zerstören! Und alle Emk`ler werden so gut es geht daran mitarbeiten! Hier geht es dabei nicht um konservativ oder ähnliches, hier geht es um die Seele eines jeden verirrten Herz in der Welt. Weil, ein bisschen Hölle gibt es nicht, sondern das volle Programm. Und Gott macht mit Satan keine Geschäfte! Und Homosexualität und alles was daraus entsteht ist ist in Gottes Augen ein Greul! Das hat noch nie was mit Liebe zu tun gehabt, sondern mit Befriedigung. Wir sind aber offen für jeden Menschen und verurteilen etc. nicht! Wie Gott mir, so ich dir! LIEBE!!! 🙂


      [Hallo Werner, Sie schreiben: „Das [Homosexualität] hat noch nie was mit Liebe zu tun gehabt, sondern mit Befriedigung.“ Hier sprechen sie allen homosexuellen Paaren ab, Liebe füreinander zu empfinden. Das ist in höchstem Maße verletzend und respeklos. Wur bitten Sie höflich, solche Aussagen hier zu unterlassen. Wie kommen Sie eigentlich zu dieser Annahme? Haben Sie sich mit homosexcuellen Paaren unterhalten?“ MfG, die Redaktion]

      • Liebes Team der Redaktion, Ihre Antwort hat mich erschreckt! Ob der Gott der Bibel, da einer Meinung mit Ihnen ist?
        Lieber Gruß Martin Dobat

        • Der Gott der Bibel kennt zumindest Liebe, Gnade und Barmherzigkeit. Was man hier liest ist oft Ablehnung und Lieblosigkeit, wenn nicht gar Hass! Schauen wir lieber auf uns selber! Da gibt es genug, mit dem wir vor dem Schöpfer des Universums nicht bestehen können! Gut dass Jesus das für uns übernommen hat!

          Wichtig ist es, aller Welt das Evangelium zu bringen. Bei allem, was danach kommt, sollten wir Jesus mehr zutrauen!

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