Deutschland: Ärztepräsident für Lockdown bei 20.000 Infektionen

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Darstellung eines Coronavirus
Symbolbild: Pixabay / Daniel Roberts
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Viele Kirchengemeinden atmeten auf, als Gottesdienste – unter Auflagen – wieder erlaubt wurden. Bei einem erneuten „Lockdown“ könnten Gottesdienste jedoch erneut untersagt weden. Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat jetzt in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ gesagt, dass er persönlich bei einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen auf 20.000 pro Tag in Deutschland einen „Lockdown“ mit massiven Einschränkungen für die Bevölkerung für nötig halte.

„Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle“, erklärte Montgomery. Dann wäre es nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Schon jetzt sollte es nach Worten Montgomerys lokale Lockdowns nach dem Vorbild von Berchtesgaden geben, da müsse „konsequent“ reagiert werden. So sollten bundesweit alle Orte mit solchen Inzidenzwerten reagieren.

Der Ärztepräsident mahnte zudem eine Ausweitung der Maskenpflicht an: „Eine bundesweite Maskenpflicht für alle Schulen, etwa ab Klasse drei, kann helfen, Schulschließungen zu verhindern.“ Montgomery sprach sich zudem dafür aus, den Sanitätsdienst der Bundeswehr noch stärker in Testzentren einzusetzen.

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Das Robert Koch-Institut meldete am Freitagmorgen für den Vortag bundesweit 11.242 Corona-Neuinfektionen. Damit lag die Zahl den zweiten Tag in Folge über 11.000. 49 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 9.954.

Umfrage: Rechnet ihr mit einem erneuten Lockdown?

Ärztepräsident Montgomery hält einen erneuten "Lockdown" in Deutschland ab 20.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag für nötig. Rechnet ihr damit?

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Man sollte die „Pandemie“ nüchtern betrachten. In einer Pandemie schaut man sich die Todeszahlen und nicht die positiv getesteten Personen an, die zu oft noch nicht mal Infiziert oder ansteckend sind. Das sagen Ärzte und Epidemologen. Leider läuft da ganz gewaltig was falsch…. schade!

    • Wie kommen Sie denn darauf?. Es sind die Infektionszahlen, mit denen die Maßnahmen begründet werden. Es ist ja nicht so, dass alle, die positiv getestet worden sind Personen waren, welche so leben, als gäbe es den Virus nicht. Oder zählen Sie zum Beispiel Jens Spahn zu dieser Gruppe?
      Schuldzuweisung ist nie eine Lösung – das hat im Garten Eden nicht funktioniert und wird heute auch nicht funktionieren.

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