Was kann Kirche gegen sinkende Glaubwürdigkeit und immer weniger Mitglieder tun? Jonas Goebel hat einen Vorschlag: Eine Doppelstrategie aus Verkündigung und Diakonie. Der Pastor aus Norddeutschland nimmt an vielen Stellen ein Ungleichgewicht darin war, wie Kirche Diakonie lebt und Diakonie Verkündigung. Eine gesunde Balance würde Kirchen wieder glaubwürdig(er) machen, sagt er.

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4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wenn sich die Verkündigung auf linksliberale politische Statements beschränkt, dann hilft diese Doppelstrategie auch nicht. Es wäre schön, wenn es wieder mehr Raum für das Evangelium geben würde, die Kernbotschaft der Christenheit. Und für die Werte, die Jesus vertreten hat…

    • Bitte nicht immer diese Klischees

      Lieber Dan Voss,
      ich bin gar nicht links oder linksliberal. Aber es erschließt sich mir nicht, warum linksliberale Menschen – nicht alle – aber wie im gesellschaftlichen Durchschnitt doch der eine oder andere – doch auch Christinnen und Christen sein können. Bitte nicht immer diese Klischees. Es gibt Linke die keine Christen sind, Liberale die als Agnostiker leben, Konservative die noch nie eine Bibel aufgeschlagen haben. Aber es existieren Nachfolger/innen Jesu in allen Parteien und manchmal bedienen sie sich auch einer anständigen Sprache, betrachten den politischen Mitbewerber nicht als Feind und trinken mit ihnen nach der politischen Veranstaltung noch ein friedliches Bier. Übrigens hat die Kernbotschaft Jesu ihre Kurzform in dem: Du sollst Gott und den Nächsten lieben wie dich selbst. Und selbstverständlich gibt es geistlich eingeschlafene Gemeinden, einfallsloses himmlisches Bodenpersonal oder in großen Stadtgemeinden wenig evangelische Kerngemeinde. Das hat aber nichts mit Politik zu tun. Es gibt in der Diakonie viele Frauen und Männer, die andere Menschen beraten und begleiten, die sich aber gar nicht als Christinnen und Christen verstehen. Das soll es sogar bei Pfarrsekretärinnen geben. Aber die Doppelstrategie von
      Diakonie und Verkündigung trägt in sich die – auch nicht von allen getragene – Überzeugung, dass Gott jeden Menschen, der je über diese Erde geht, unendlich liebt. Jesus ist für alle Menschen gestorben und die Erlösung auch der ganzen Schöpfung. Deshalb helfen Menschen in der Diakonie und in der Gemeinde anderen Menschen, auch wenn diese nie den christlichen Glauben annehmen. Das darf auch keine Bedingung sein, genauso wie Liebe keine Bedingungen setzt. Diakonie ist daher eigentlich selbstlose Liebe. So wie der barmherzige Samariter- der sogar einer fremden Religion angehörte – im Gleichnis einen unter die Räuber Gefallenen geholfen hat. Jesus fand das gut und damit auch den Menschen, der es tut. Menschen zu unterstützen, im Leben „“ihren““ Weg zu finden, ist daher auf jeden Fall eine Bemühung, die vor Gott einen Wert an sich hat.
      Doch in diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Jesus in der Bergpredgt die Friedfertigen und Barmherzigen selig spricht.

      • Das ist kein Klischee, ich komme ursprünglich aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Die Hauptströmung in dieser Kirche ist linksliberal und bibelkritisch, das kann man auf jedem Kirchentag sehen. Kommunisten dürfen sprechen, messianische Juden sind dagegen nicht gerne gesehen. Gegen rechts wird gerne demonstriert und Pfarrer erheben ihre Stimme, wenn aber Linksradikal Steine auf Polizisten werfen oder Islamisten in Schulen unsere Kinder terrorisieren, dann schweigt die Kirche. Ein Pfarrer darf gerne Kommunist sein, ist er aber gar konservativ und hat vor dreißig Jahren den falschen Artikel geschrieben, dann wir er aus dem Amt vertrieben (siehe Carsten Rentzing) Das ist der Mainstream, Ausnahmen gibt es natürlich, aber sie bestätigen die Regel…

        • Lieber Dan Voss,

          das von Ihnen geschriebene trifft sicherlich im Einzelfall zu, aber es zur Regelwerk zu erklären, ist mir zuviel Klischee. Zudem müsste man dann erst einmal festlegen, was man unter bibelkritisch versteht. Bibelkritisch ist nicht Textauslegung und die auch von den Evangelikalen vertretene Auffassung, dass Gottes Wort immer Gotteswort durch Menschenwort ist. Das bedeutet, Glaubenserfahrung ist immer Gottesbegegnung, aber die wird durch Menschen verkündet so wie Menschen auch predigen und dabei ihre Sichtweise mit einbringen. Was mich stört sind fundamentalistische Lehren, welche das Bibelwort wortwörtlich verstehen und als vom Himmel gefallen. Damit tun wir weder Gott noch der Bibel einen Gefallen. Sonst müsste ich glauben, das Weib aber solle in der Gemeinde schweigen und dass die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde. Ich war fast 40 Jahre in einem Kirchenvorstand, vor Ort also in der Gemeindeleitung und auf vielen Kirchentagen. Die öfters an diesem Ort vertretene These, die EKD sei links und gottesfern halte ich für eine Verallgemeinerung und sie wird den vielen Menschen des himmlischen Bodenpersonals in keiner Weise gerecht. Die von Ihnen geschilderten Pfarrer/innen sind mir nie begegnet, obwohl das nichts damit zu tun hat dass dies Menschen sind mit allen Schwächen und Stärken von uns allen. Ausserdem bin ich eher Menschen begegnet, die politisch links einzuordnen sind und theologisch eher konservativ. Es ist also alles nicht so einfach.

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