Die kleinste Kapelle am Niederrhein (EKiR)

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Sie ist aus Holz und kaum größer als eine Telefonzelle: Im Mönchengladbacher Stadtteil Großheide steht die kleinste Kapelle am Niederrhein. Die „Jona-Kapelle“ wurde im Spätsommer 2018 eingeweiht und ist seitdem täglich von morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. In dem kleinen Raum liegen eine Bibel, ein Gebetbuch, ein Buch für persönliche Einträge – und Taschentücher, die nach Angaben der Gemeinde reichlich genutzt werden.

Die Idee zu der „Minikapelle“ hatte der evangelische Gemeindepfarrer in Großheide, Karl-Heinz Bassy. Er habe einen Raum schaffen wollen, „in dem Menschen sich zurückziehen können und in dem Vandalismus und Verwüstung kaum möglich sind“, sagt er. Die Sorge vor Letzterem ist der Grund, dass die Gemeinde ihr eigentliches Kirchgebäude nicht dauerhaft öffnet.

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2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das ist eine wirklich coole Idee. Viele Menschen haben Zuhause keine Möglichkeit sich zum beten zurück zu ziehen.
    Da liegt ganz viel Segen auf diesem kleinen Gotteshaus. Das spürt man auch wenn man nicht dort ist.

    • Herzlichen Dank, liebe Frau Zinser, für Ihre freundlichen Worte! Ja, es liegt Segen auf der Kapelle. Und selbst Menschen, die sie nicht (öfters) aufsuchen, sagen anderen (wir hören das über dritte, vierte), daß sie froh sind, von einem solchen Ort zu wissen. Das „Häuschen“ hat also eine Art Stellvertretercharakter, ist eine Art „Wartehäuschen“: es wartet darauf, daß es von jemandem als „Notausstieg“ und Brücke zum Himmel gebraucht wird. Manchen ist allein das schon wichtig. Wichtig war für viele auch, daß nicht immer nur reduziert und abgebaut wird, sondern daß eine Kirchengemeinde in dieser Zeit auch mal etwas Positives unternimmt, etwas aufbaut, in die „Offensive“ geht. Ich staune nur und bin unendlich dankbar. Gottes Segen auch für Sie und Ihre Lieben, Karl-Heinz Bassy

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