Mutter umarmt ihr Kind
Mutter mit Kind (Getty Images)
Worte haben große Bedeutung, gerade auch in der Erziehung. Sarah Lauser möchte Eltern ermutigen, ihre Kinder mit Worten des Lebens zu überfluten.
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„Opi, ich bin kein Stompen, ich bin die Tiana.“ „Voll cool, jetzt leuchten Lauser-Lichter im Kindi und in der Schule!“ „Oh, das ist aber hoch! Mama, ich schaff das!“ Ich liebe es, wenn meine Kinder Wahrheiten aussprechen, die sie von mir gelernt haben. Ich bin begeistert von dem Privileg, Dinge in ihr Leben hineinzulegen, die sie stark und mutig machen.

Ein festes Fundament

Wir als Eltern sind Propheten für unsere Kinder. Das, was wir zu ihnen und über sie sagen, glauben sie uns anfangs gänzlich ungefiltert. Sie wünschen sich nichts mehr, als dass wir an sie glauben. Dass wir stolz sind auf sie – unabhängig von ihrem Verhalten oder ihrer Leistung. Am einfachsten und effektivsten passiert das durch unsere Worte, die wir von Anfang an in sie hineinsprechen. Ihre Identität bildet sich aus unseren Worten. Wie krass!

Wir haben die Chance, die Macht und die Verantwortung, Dinge in das Leben unserer Kinder hineinzusprechen, wie niemand anderes danach. Wir dürfen in unsere Kinder das hineinsprechen, was Gott über sie denkt. Unsere Aufgabe ist es herauszufinden, was er konkret über jedes meiner Kinder denkt und in sie hineingelegt hat. Wenn ich dieses größere Bild für ihr Leben habe, fällt es mir leichter, auch in verhaltensoriginellen Zeiten diese Worte als festes Fundament in sie hineinzulegen:

  • „Ich habe dich so lieb, einfach weil du mein Sohn bist!“ (doppelt stark: ihm dabei in die Augen schauen)
  • „Für mich bist du die allertollste Kayla auf der Welt!“
  • „Jesus freut sich so sehr über dich, einfach weil es dich gibt!“
  • „Du bist wunderschön! Besonders mag ich deine Sommersprossen.“
  • „Ich bin so stolz auf dich, weil du dein Bestes gegeben hast!“ (egal, welche Note darunter steht)
  • „Ich bin ganz begeistert, wie liebevoll du dich um Tiere kümmerst!“

Die Zukunft beeinflussen

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In uns Christen lebt durch den Heiligen Geist die lebensschaffende Kraft Gottes. Selbst wenn wir manche Eigenschaften noch nicht im Leben unserer Kinder sehen oder manchmal sogar eher das Gegenteil davon, dürfen wir das, was nicht ist, rufen, als wäre es (Römer 4,17). Gottes Worte erschufen aus Chaos unsere Welt und Jesus erschuf durch seine Worte völlig neue Situationen, Herzen und Körper. Wir dürfen in das Leben unserer Kinder Dinge hineinsprechen, die bis jetzt noch nicht da sind! Das finde ich genial, denn davon gibt es viele. Wenn meine Töchter Angst haben, sprechen und beten wir laut Gottes Frieden und Kraft und passende Bibelverse dazu aus. Wir pflanzen damit Furchtlosigkeit in sie ein.

Als Eltern haben wir Autorität über unsere Kinder. Was wir aussprechen, hat großen Einfluss. In Galater 6,7 heißt es: „Was der Mensch sät, wird er ernten.“ Wir werden relativ schnell erleben, wie unsere Worte im Leben unser Kinder Wirkung zeigen. Wir sehen es zum Beispiel daran, welche Worte aus ihrem Mund kommen. Anderes können wir von außen nicht sehen, denn manche Sätze werden sich nur in ihrem Innern entfalten. Unsere Worte haben die Macht, ihre Zukunft zu beeinflussen – zum Positiven oder zum Negativen!

Lasst uns Worte voller Hoffnung über unsere Kinder und ihre Zukunft aussprechen – vor allem auch über ihre Macken und Eigenheiten! Weil Gott immer Hoffnung für sie hat, werden wir auch unsere Hoffnung nie aufgeben.

  • „Du wirst das schon noch lernen.“
  • „Wir werden das gemeinsam hinkriegen!“
  • „Ich freue mich schon, was aus dir mal werden wird!“
  • „Das wird richtig gut werden!“

Mit Worten motivieren

Auch wissenschaftlich ist die Macht unserer Worte belegt. Bei einem Lernpädagogikvortrag hörte ich davon, was Kinder am meisten motiviert, sich in der Schule anzustrengen. Hier funktionieren nicht Belohnung oder Bestrafung. Sondern die „positive Sprache“ ist die größte Motivation für Kinder, ihr Bestes zu geben. Wir sollten also nicht den Fokus auf das legen, was noch nicht so gut geklappt hat, sondern auf das, was sie schon geschafft haben:

  • „Toll, dass du es probiert hast!“
  • „Schon 8 von 10 richtig!“
  • „Wow, wie gut du das hinbekommen hast, obwohl es so schwierig war.“

Durch unsere Worte wird das Selbstbewusstsein unserer Kinder gebildet. Ihnen werden Dinge über sich selbst bewusst: „Ich kann was. Ich schaff das. Ich bin wertvoll. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben sagen das, also muss es stimmen. Sie glauben an mich, feuern mich an und sind für mich.“ Ihnen werden zusätzlich auch Dinge über ihr Sein bewusst: „Ich bin nicht allein. Ich habe meine Eltern, und ich habe Gott, der meine Welt in seinen Händen hält und mich in jeder Lebenslage versorgt.“

Verschwenderisch

Ganz grundlegend prägen unsere Worte auch das allgemeine Weltbild unserer Kinder. Mit unseren Aussagen zu Umständen und Situationen lehren wir sie, wie diese Welt funktioniert und um was es in diesem Leben wirklich geht. Für uns Christen ist Jesus der größte Machthaber und er ist gut. Unsere Kinder brauchen dieses Wissen, wenn sie mit Dingen konfrontiert werden, die schwer für sie sind. Sie brauchen die Gewissheit, dass Gott größer ist als alles und jeder andere. Dass er eine Lösung für jede Situation in ihrem (und unserem) Leben hat. Bei ihm dürfen wir uns Kraft und Werkzeuge abholen, um im Kindergarten, in der Schule und auch sonst überall unseren Alltag sehr gut zu meistern. Bei ihm gibt es immer Hoffnung! Wenn wir diese Wahrheiten immer wieder aussprechen und mit ihnen gemeinsam an Gottes Wort festhalten, werden sie lernen, dass sie mit Jesus alles schaffen können und dass sie als helle Lichter in diese Welt gestellt sind und darin strahlen!

Lasst uns als Eltern so von Gottes Wahrheit gefüllt sein, dass wir mit Worten des Lebens verschwenderisch umgehen können und erleben dürfen, wie durch unsere Kinder Licht und Leben weiter verbreitet werden, weil sie im Überfluss davon haben!

Sarah Lauser lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Haiterbach und bloggt unter laususa.com/blog.


Family 3_20 CoverDieser Beitrag stammt aus der Zeitschrift Family, die wie Jesus.de zum SCM Bundes-Verlag gehört.

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Ja wie schön das es die Christlichen Zeitschriften gibt .
    Menschen die den Herrn Jesus im Herzen haben, vorallem das es Menschen gibt die sich wirklich Gedanken um die Kinder machen.
    Unser Verstand ist so klein doch mit Gott vertrauen mit Jesus und Gottes Geist wachsen Wir Menschen über Uns hinaus.Weil Gottes Geist Uns führt.
    Das Göttliche die Liebe die so wichtig für Uns Menschen ist.
    Vom 1.Tag als meine Liebe Tochter geboren wurde schon im Mutterleib hab ich Sie Jesu anvertraut .
    Heute ist Sie eine junge Frau studiert Geowissenschaft und Sie hat Jesu im Herzen.Sie weiss egal was ist Gott der Vater ist da.
    Ich wünsche Allen Menschen das Sie Jesu einladen , das Sie vorallem Kinder segnen von Jesu erzàhlen.
    Gott ist Liebe
    Gott ist nicht in Kirchen oder Religionen zu Hause sondern Er wird lebendig in Unserem Herzen wenn Wir Ihn einladen annehmen.
    Frieden Harmonie Lachen Kraft Liebe Glauben aneinander Hoffnung Vergebung Verständtniss Mut soviel wàchst in Uns soviel mehr Gutes können Wir tun.
    Uns Allen wünsche ich das Wir mehr auf Gott vertrauen und Uns mehr denn je bewusst wird was der Vater Uns anvertraut hat,!
    Gott liebt Uns Unsere Kinder Die Natur Alles für Alles haben Wir Verantwortung Jesu ist der Beste Lehrer, lasst Uns mit Gott mit Jesus mit seinem Geiste leben .Dann haben Wir und Unsere Kinder eine Chance auf eine gute gesunde Zukunft!
    Gottes Segen und Führung für Uns Alle !

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