Beim dritten Dienstwagencheck kirchlicher Würdenträger durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fahren die Protestanten den Katholiken weiter mit Abstand davon.

Vergeben wurden insgesamt 14 "Grüne Karten" für einen klimafreundlichen Dienstwagen, so viele wie noch nie, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch bei der Vorstellung der Ergebnisse am Donnerstag in Berlin. Davon entfielen allein elf auf evangelische Bischöfe, Kirchenpräsidenten und Landessuperintendenten, drei gingen an katholische Bischöfe. Die jährliche Umfrage zeige Wirkung und habe bei der evangelischen Kirche positive Effekte, sagte Resch. "Wir hoffen jetzt, dass die Katholiken nachziehen."

 Untersucht wurden Motorisierung, Spritverbrauch und CO2-Emissionen der Dienstwagen von insgesamt 47 hohen Kirchenvertretern. Richtwert war der seit 2012 geltenden EU-weite Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer. Den Spitzenplatz mit 107 Gramm CO2 nimmt Kirchenpräsident Martin Heimbucher von der Evangelisch-Reformierten Kirche mit einem Mercedes Hybrid ein. Auf Platz zwei und drei landeten der katholische Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heiner Koch, und der hannoversche evangelische Landesbischof Ralf Meister, mit jeweils 109 Gramm.

 Die einzige "Rote Karte" unter den Protestanten ging an die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, mit einem BMW 730d und einem CO2-Ausstoß von 158 Gramm. Unter den Schlusslichtern sind der Mainzer Kardinal Karl Lehmann (223 Gramm) und Bischof Franz Josef Overbeck aus Essen (224-290 Gramm). Keine Auskünfte bekam die Umwelthilfe aus den Bistümern Augsburg, Regensburg und Görlitz.

(Quelle: epd)