Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag ist erfahrungsgemäß viel Prominenz vertreten. So auch in Dortmund vom 19. bis zum 23. Juni. Wir stellen zehn Stars vor, die man nicht verpassen sollte. Teil 2.
CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel (© Foto: CDU/Laurence Chaperon).

Angela Merkel ist als Deutschlands Bundeskanzlerin natürlich auch in Dortmund vor Ort. Die CDU-Politikerin ist dafür prädestiniert, schließlich ist sie die Tochter eines Pfarrers. Politisch machte sie vor allem durch ihre Flüchtlingspolitik und ihren Ausspruch „Wir schaffen das!“ von sich reden. Auf dem Kirchentag ist sie offiziell nur ein einziges Mal zu erleben: Am Samstag um elf Uhr startet sie das Programm auf dem Hauptpodium. Zwei Stunden lang wird sie dort zu sehen sein. Die Veranstaltung ist mit „Impuls und Gespräch“ übertitelt.

Denis Mukwege. Foto: Torleif Svensson

Mit Denis Mukwege hat der Kirchentag auch einen Friedensnobelpreisträger zu Gast. Der kongolesische Gynäkologe ist Gründer und leitender Chirurg des Panzi-Hospitals in Bukavu. Er setzt sich für Frauen ein, die in Kriegen Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Die Misshandelten versorgt er medizinisch und gibt ihnen eine öffentliche Präsenz. Auf dem Kirchentag ist er am Samstag um 15 Uhr auf dem Hauptpodium zu sehen. Dort spricht er über den Schutz von Frauen und Kindern weltweit. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Wie übernimmt Deutschland Verantwortung in der Welt?“. Außerdem spricht er am Freitag um 16.30 Uhr im Internationalen Friedenscenter im Kongresszentrum über Menschenrechte zwischen Despotismus und Profit. Am Samstag ist er bei einem Großkonzert um 19 Uhr auf der Bühne auf dem Hansaplatz zu Gast.

Kevin Kühnert
Kevin Kühnert, Foto: picture alliance/Georg Wendt/dpa

Kevin Kühnert ist ebenfalls zum Kirchentag eingeladen. Seit 2017 ist er der Bundesvorsitzende der Jusos. Der SPD-Politiker stand jüngst im Rampenlicht, als er sich in einem Interview mit der ZEIT für eine „Kollektivierung“ des Eigentums aussprach. Viele Parteien kritisierten den 29-Jährigen daraufhin heftig. Am Freitag um elf Uhr wird er bei einem Kamingespräch im Union Gewerbehof zugegen sein. Dort spricht er mit Ellen Ueberschär, dem Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, bei einem Kamingespräch über Veränderungen, Visionen und Tatkraft.

Heinrich Bedford-Strohm (Foto © ELKB/Rost)

Heinrich Bedford-Strohm hat als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland gleich eine ganze Reihe an Veranstaltungen auf dem Kirchentag, bei denen er zu Gast ist. Am Donnerstag um elf Uhr in der Halle 3 bei den Westfalenhallen geht es um „Umwelt, Klima und Gerechtigkeit“. Sein Thema ist „Handlungsperspektiven eröffnen – Widerstände überwinden“. Am Freitag leitet er um 9.30 Uhr eine Bibelarbeit in derselben Halle. Behandelt wird die Bibelstelle 1. Mose 22, 1-19. Am selben Tag ist er um elf Uhr im Internationalen Friedenszentrum zu sehen. Dort spricht er in einem Panel unter dem Titel „Nach Genozid und Krieg“. Thema ist der Frieden in der Region der Afrikanischen Großen Seen. Abends ist er um 19.30 Uhr bei einem Großkonzert mit dem Titel „Bewährt sich die Schöpfung“ in der Westfalenhalle zu sehen. Samstags um elf Uhr predigt Bedford-Strohm in einem Handwerkergottesdienst mit der Aktion 5.000 Brote. Um 19.30 am selben Tag ist er erneut bei einem Großkonzert mit Viva Voce und Vokalensembles aus aller Welt zugegen. Es steht unter dem Titel „1.000 Stimmen – Eine Welt“. Um 22 Uhr spricht er den Nachtsegen auf der Bühne auf dem Friedensplatz.

Ranga Yogeshwar
Ranga Yogeshwar, Foto: picture alliance/Matthias Balk/dpa

Ranga Yogeshwar ist vor allem als Moderator und Wissenschaftsjournalist bekannt. Der Physiker war unter anderem in Sendungen wie „Die große Show der Naturwunder“, „W wie Wissen“ und „Quarks“ zu sehen. Auch mehrere Bücher hat Yogeshwar verfasst, beispielsweise „Rangas Welt“ und „Sonst noch Fragen?“. Auch er wurde zum Kirchentag eingeladen: Am Donnerstag um elf Uhr wird er auf dem Hauptpodium zu sehen sein. Dort spricht er mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und der Bundesministerin außer Dienst Annette Schavan über „Zukunftsvertrauen in der digitalen Moderne“.

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Die haben mit Jesus Christus soviel zu tun wie ich als Bayern München Fan mit Dortmund. Kein Wunder das die Kirchen bald aussterben und immer mehr Mitglieder verlieren. Wer als Christ für Homosexuelle ( Ehe ) ist der kennt Gott nicht. Aber kein Wunder die katholische Kirche schaut ja zu bei sexuellen Missbrauch von kleinen Kindern der Pfarrer wird halt nur versetzt. Pfui Teufel sag ich da nur

    • Dieser Kommentar sagt mehr absolut Negatives über den Verfasser aus, als diesem wahrscheinlich jemals bewusst wird.
      Da versucht sich jemand über seine Mitmenschen zu erheben, obwohl er nichts oder nur sehr wenig von ihnen weiß.
      [Letzter Absatz von der Redaktion wegen persönlicher Beleidigung gestrichen.]

  2. Liebe Schwestern und Brüder,
    ich finde es, gelinge gesagt, unmöglich, wie man sich selbst für die „Promis“ feiert, die auf dem Kirchentag zugegen sein werden. Warum macht man das? Wen interessiert das? Warum klassifiziert man die Besucher nach „wichtig“ und „unwichtig“? Was für ein Geist steckt da dahinter? Gott ist es nicht. Ist es denn den Veranstaltern völlig gleichgültig, ob Jesus da ist, solange man nur Frau Merkel ankündigen kann? Wenn es der Zweck des Kirchentages ist, möglichst viel Prominenz zu mobilisieren, um den kirchlichen Einfluss auf unsere Gesellschaft sichtbar zu machen, dann ist das jämmerlich und dann verfehlt der Kirchentag sein eigentliches Ziel. Und diesem Ziel wird man nicht gerecht, indem man sich zu jeder politischen Idee äußert. Sondern diesem Ziel wird man gerecht, indem man Christus verkündigt, zur Umkehr, zur Buße und zur Vergebung aufruft. Und im Anbetracht der Missbräuche von Kindern, die es sowohl bei den Kathos, alsauch bei den Evangelen gab, sollte man in Sack und Asche gekleidet sein, und dem Herrn auf Knien für jeden einzelnen Besucher danken.

    • Der Kommentar von Martin Wannhoff liest sich wie die in sich selbst vergrabene, verängstigte und in erster Linie von Verboten, Verboten und Verboten geprägten übertriebene piätistische Glaubenswerte aus der Zeit vor 80 bis 100 Jahren.
      Auf den Kirchentagen wird durchaus Christus verkündigt, und auch zur Umkehr aufgerufen, sowie zur Vergebung ermutigt!
      Es ist legitim und sehr wichtig, die grausamen Dinge zum Thema zu machen, die in beiden Konfessionen in der letzten Zeit ans licht gekommen sind.
      Aber dieses dann wie eine Monstranz vor sich her zu tragen und damit alles Katholiken und evangelischen Christen in ein falsches Licht zu stellen, ist unredlich.

    • Lieber Jan-Klaus,
      mittlerweile sind beide Antworten veröffentlicht. Als Redaktion behalten wir uns vor, jeden Kommentar auf unserer Seite noch einmal zu prüfen. Und da auch wir übers Wochenende frei hatten, lag die Kommentarspalte in dieser Zeit still. Wir bitten um Verständnis.

      Liebe Grüße
      dein Jesus.de-Team

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein