Eine katholische Schule in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee hat die Harry-Potter-Buchreihe aus der Schulbibliothek entfernt. In einer Rundmail hatte der Schulgeistliche vor den Flüchen und Zaubersprüchen in den Büchern gewarnt.

Die Zaubersprüche in den Büchern seien durchaus „echt“ und könnten bei lautem Lesen Geister heraufbeschwören, zitiert die Lokalzeitung „The Tennessean“ aus einer Mail des Pastors Dan Reehil. Ein Elternteil hatte sich zuvor nach den Büchern erkundigt. Daraufhin habe der Schulgeistliche mehrere Exorzismus-Experten in den USA zu dem Thema konsultiert. Diese hätten ihm geraten, die Bücher wegen ihrer okkultistischen Inhalte aus der Schulbibliothek zu entfernen. Weiter heißt es in der E-Mail: „Diese Bücher stellen Magie sowohl gut als auch böse dar. Das ist nicht wahr, sondern nur eine clevere Tarnung.“

Auch in der Vergangenheit haben konservative christliche Gruppierungen und Einzelpersonen Kritik an den sieben Fantasy-Romanen von J.K. Rowling geäußert. Laut der „American Library Association“ stand die Harry-Potter-Reihe in den Jahren 2001 bis 2003 ganz oben auf der Liste der Bücher, bei denen am häufigsten die Entferung aus Schulbüchereien gefordert worden sei. Eine offizielle Position der Katholischen Kirche zu der Buchreihe gibt es nicht. Allerdings hatte der emerierte Papst Benedikt XVI. 2003 in einem Brief von „subtilen Verführungen geschrieben, „die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen“.

19 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass so mancher Christ (Geistliche nicht ausgenommen) noch immer nicht verstanden hat, aus welchem Grund Jesus Christus lebte, starb und auferstand und welchen Sieg er für die errungen hat, welche ihm vertrauen und an ihn glauben. Wer den Heiligen Geist als Beistand, Leiter und Lehrer hat, sollte eigentlich wissen, dass das Böse nicht in Jugendromanen steckt, und dass nichts uns von der Liebe Gottes trennen kann. Römer 8, 38-39 ist nicht einfach so dahingesagt: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

    • Und ich möchte Ihnen sagen, dass genau diese Sichtweise uns Christen in einer falschen Sicherheit wiegt. Paulus hat es genau geschrieben in Epheser 5, dass wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben, sondern mit den Bosheiten der unsichtbaren Welt. Und dieser Kampf findet auch heute sogar heftiger denn je statt. Der Teufel ist zwar schon besiegt von unserem Herrn Jesus Christus, aber er treibt sein Unwesen bis Jesus wieder kommt und in den Feuersee geworfen wird. Deshalb kann er sich durchaus Jugendbücher bedienen, um Zauberei harmlos zu verpacken. Ich finde es sehr gut, dass die katholische Kirche noch nüchtern und vor allem wachsam ist und konsequent diese Türen schließt. Das sage ich als evangelischer Christ, weil ich diesen weichgespülten Weg „wir kommen alle in den Himmel“ der Evangelischen Kirche nicht mehr gut heißen kann.

      • Entweder ist der Teufel besiegt oder er ist es nicht. Entweder gehöre ich als Glaubender zu Christus oder nicht. Es gibt kein „fast ganz“ oder „mal gucken, was werden wird“ für diejenigen, welche Jesus Christus mit seinem kostbaren Blut erlöst und freigekauft hat. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass das Böse hier auf Erden noch sein Unwesen treibt. Besonders perfide ist es natürlich, wenn es im frommen christlichen Gewand daherkommt und denen, die zu Christus gehören, Angst einflössen möchte. Wenn Gott in Christus aber für uns ist, wer kann wider uns sein? Dämonen, schwarze Magie, Okkultismus und dergleichen mehr sind Phänomene, die Christen weder ängstigen noch hysterisch werden lassen müssen, weil wir Kinder des Lichts sind. Das Böse ist da, wo Menschen seelisch und körperlich misshandelt werden und ihnen eingeredet wird, etwas Böses könne von ihnen Besitz ergreifen, wo es doch Jesus Christus ist, mit dem sie leben, sterben und auferstehen werden. Das ist das Evangelium, die „frohe Botschaft“ von der Liebe und Gnade Gottes. Dagegen haben alle vermeintlichen Dämonen ganz schlechte Karten.
        Und um das Thema Vorbildfunktion noch eben zu berühren (was weiter unten jemand schrieb): Als Christen sind wir Vorbild für andere und besonders für Kinder, wenn wir aus dieser Gewissheit (s.o.) leben. Wir sind es jedoch nicht, wenn wir uns eifrig auf die Suche begeben nach allem, was uns an Gottes Heilstat in Christus zweifeln lassen könnte und uns ängstigt, indem wir sog. „Dunklen Mächten“ eine grössere Macht zugestehen als unserem Herrn.

        • Hallo JM : Und was ist übrigens mit den Menschen, die noch nicht zu Jesus gefunden haben, und durch belegung mit Zaubersprüchen aus dem Fernseher, noch mehr verblendet werden?

    • Liebe/r JM,
      Es ist wohl richtig, dass im Glauben gefestigte Christen nichts und niemand von der Liebe Christi trennen kann. Und auch die, die sich darum bemühen.
      Aber was ist mit den anderen? Diejenigen, die nicht oder noch nicht gefestigt sind? Sie sind allen Einflüssen ausgesetzt, und der und das Böse schlafen nicht.
      Inwiefern in diesen Büchern echte Magie vorhanden ist, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, wenn dies jedoch der Fall sein sollte, ist es doppelt ratsam, spirituell ungefestigte Menschen davon fernzuhalten. Natürlich kann eine Warnung nichts verhindern, aber es ist ein Statement und setzt ein Stopp-Schild und Warnzeichen.
      So werden auch neugierige Kinder gewarnt. Es ist wie mit Drogen, insbesondere auch bei diesen Büchern, wo es eine große Menge Leute gibt, die sich damit befassen und identifizieren. Also scheinen diese Bücher ein gewisses Maß an „Droge“ zu enthalten. Man muss sie nicht unbedingt ausprobieren, um die Wirkung zu sehen.
      Diese Warnung ist Teil der Verantwortung, die Christen gegenüber ihren Mitmenschen haben. Ich bin weder Katholik noch abergläubisch, aber ich bin mir bewusst, dass es genauso eine Verführung ist, Menschen an Magie heran zu bringen wie an Drogen. Und deshalb begrüße ich das Verantwortungsbewusstsein von Christen, Kinder vor einer Verführung zu bewahren, wenn es sich um eine handelt.
      Paulus schrieb auch: 1 Kor 6, 12 »Alles ist mir erlaubt!« – Ja, aber nicht alles ist zuträglich. „Alles ist mir erlaubt!« – Ja, aber ich darf mich nicht von irgend etwas beherrschen lassen“ und 1 Kor 10, 23: „Alles ist (uns Christen) erlaubt! – Ja, aber nicht alles ist zuträglich… .“ (Menge Bibel).
      Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

      • Wir dürfen und müssen sogar darauf vertrauen, dass Jesus Christus uns leitet, schützt und bewahrt, weil wir es aus eigener Kraft gar nicht vermögen, gegen das Böse anzukommen.
        Falls es sich bei den Büchern um wirkliche schwarze Magie handeln würde, was aber nicht der Fall ist (ich habe sie alle gelesen), so müsste eine Auseinandersetzung damit für jeden Christen völlig uninteressant sein, weil es nur einen wahren Herrn im Himmel und auf Erden gibt, dem alle Macht gegeben ist.

  2. Find ich gut. Kinder werden durch die angeblich harmlose Literatur direkt an okkulte Themen und Praktiken heran geführt. Die Regale in gut sortierten Buchhandlungen zeigen eine Fülle an Hexen, Zauberern, Feen u.a. Problemlösern… Das Problem besteht aber darin, dass junge Kinder noch nicht unterscheiden können zwischen Märchen und Wahrheit und dadurch eine „weiche Grenze“ ggü. der Finsternis und ihrer Macht geschaffen wird. Das kommt für Christen so nicht in Frage, finde ich. Wir stehen eindeutig auf der anderen Seite. Wenn ein Erwachsener solche Bücher lesen möchte, dann kann er das ja tun. Er ist für sich selbst verantwortlich und weiß, was er sich zumuten möchte. Für unsere Kinder sind wir verantwortlich.

  3. Das Ver-rückte/Erschütternde: innerhalb den meisten evangelisch-landeskirchlichen Gemeinden wird die Existenz der geistigen Welt mehr oder weniger geleugnet und es gilt als altmodisch-verschroben für alles zu beten und an Wunder zu glauben. Außerhalb der Kirchen erlebe ich zunehmende Faszination am Okkulten, Glauben an Rituale und die Suche nach Kontakt mit Verstorbenen. Da sehe ich den Hauptmangel: Es wird viel zu wenig darauf hingewiesen, dass jeder Einzelene eine persönliche Beziehung zu dem wichtigsten, weisesten Verstorbenen und Wiederauferstandenen Jesus Christus haben kann und dadurch dann echte Hilfe etc. erlebt werden kann.

  4. alle beklagen wir die Kälte der Herzen, die sich immer mehr und schneller in uns
    ausbreitet, die Menschen aneinander in übelster Weise schuldig werden lassen,
    dennoch verharmlosen oder halten wir satanische Kräfte lachend für eine Spinnerei,
    entledigen uns aller Tabus, reißen heilsame not-wendige Grenzen nieder – den Bösen gibts
    ja nicht, wie es auch Gott nicht gibt! – „Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten und
    wir ernten, was wir säen!“
    Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. 5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst…. noch ist Gnadenzeit
    2.Timotheus 4:3 ff

  5. Schade, dass Sie bestimmen, welche Gedanken veröffentlicht werden!
    Es schadet nicht nur den Kindern Okkultes zu lesen… unser Gehirn vergisst nix!

  6. Es ist richitg, die Harry Potter Bücher aus den Regalen einer christlichen Schule zu verbannen. Den die Zaubersprüche stammen aus dem Grinnoire, einem der gefährlichsten Bücher der Welt.

    Ich muß jedes nach einer Halloween 🎃Party bei uns zuhause, dass Haus neu segnen.
    Einen Monat vorher werde ich immer krank.

    Meine Mitbewohner haben in der Nacht danach immer blaue Flecken, Kratzer und Bißwunden. Und unsere Betreuer sind ratlos.

    Wer sagt dass es keine Dämonen gibt, der irrt sich gewaltig.

    Es gibt Gott und den Satan. Wem wir folgen, entscheiden wir selbst. (Loraine Warren)

  7. Es gibt viele Bücher, Berichte, Studien die schreiben von Schwarzmagie bis hin zum Glauben an die Heilswirkung von Pharmazeutischen Mitteln vielerlei Art. Auch das ist Schwarzmagie!
    Die Welt ist voll davon und verführt überall und unentwegt in Richtung Hölle.
    Getrost kann man alles in die Tonne stampfen — es sei denn darin ist Nächstenliebe und ein deutlicher Weg zu Jesus Christus enthalten.
    Es gibt keinerlei Toleranz gegen die finsteren, dämonischen Kräfte.
    Auch dagegen kämpfen ist ein grober Fehler, weil der Kampf ist das Hauptmerkmal der Hölle.
    Wer kämpft betätigt satanische Methoden und gehört in dem Moment zu der Seite.

    Nur wer dem Wort folgt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das ewige Leben. Der gehört zu Christus, zu unserem lieben Himmlischen Vater.
    Alles was zu Christus lenkt, bringt Geist und lebendiges Leben.

  8. Lieber JM,
    vielen Dank für deine Kommentare denen ich voll und ganz zustimme.
    Das Mittelalter ist vorbei und wir dürfen unser Gehirn einschalten!

    • Dann tu das bitte. Das Mittelalter ist immer noch in den Köpfen, wie die Literatur ja zeigt. Humanistische Aufklärung hat daran nichts geändert.
      Wer glaubt, unangreifbar zu sein, ist im Irrtum. Und wer das von anderen Menschen behauptet, ist unverantwortlich.
      Wo habt Ihr denn nur Theologie studiert? Hat jemand Euch das beigebracht? Ich bin erschüttert… über so viel Ignoranz und falsche Lehre.
      Danke an alle, die die passenden Bibelstellen zitiert haben weiter oben, und ich hoffe, auch die Harry Potter Fans werden eines Tages die Wahrheit erkennen…

  9. < Die Zaubersprüche in den Büchern seien durchaus „echt“ und könnten bei lautem Lesen Geister heraufbeschwören, zitiert die Lokalzeitung „The Tennessean“ aus einer Mail des Pastors Dan Reehil.

    Und deshalb begrüße ich dieses Verbot ausdrücklich!
    Mir gehen nämlich diese Kinder, die mit fast 100 km/h auf ihren fliegenden Besen über den Köpfen der Passanten Quidditch üben, gehörig auf den Keks. Solche Zaubersprüche werden nicht ohne Grund erst ab 14 Jahren auf Zauberschulen unterrichtet.

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