Eckart zur Nieden: Auf ein Wort, Petrus

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Wer wünscht sich das nicht: Einmal mit den biblischen Personen ins Gespräch kommen und sie ausquetschen! Warum war Nathanael unter dem Feigenbaum, als Jesus ihm begegnete? Warum kam Nikodemus in der Nacht zu Jesus? Weshalb gab der Junge fünf Brote und zwei Fische zur Brotvermehrung? Alles Fragen, auf die wir doch gern eine Antwort hätten. Hier setzt Eckart zur Nieden in seinem Buch „Auf ein Wort, Petrus“ an. Er lässt die biblischen Hauptdarsteller aus dem Nähkästchen plaudern.

Mit viel Witz und seiner brillanten Art zu formulieren, entlockt Nieden Menschen aus dem Alten und Neuen Testament interessante Details. Manchmal sind es neugierige, spitze Fragen, andere dagegen gehen in die Tiefe, fordern die biblischen Personen wie Judas oder den Hauptmann am Kreuz heraus. Natürlich ist das alles erfunden, aber es lässt sich gut nachvollziehen und schmunzelt bei den Dialogen immer wieder. Man hat wirklich den Eindruck, dass zur Nieden gerade mit den Protagonisten spricht und sich dabei auf ihre Zeitebene einlässt.

Jedes Interview mit wird einem kurzen Bibeltext zu den betreffenden Personen eingeleitet. Am Ende des jeweiligen Kapitels folgen kurze Impulse und ein Gedicht des Autors. Das Buch schafft eine große Identifikation des Lesers mit den Protagonisten und nimmt ihn hinein in die Frage: Wie würdest an seiner Stelle reagieren? Was würdest du sagen oder tun? Deshalb eignet es sich besonders für Kleingruppen und Hauskreise, die sich einige neutestamentliche Personen mal genauer anschauen und darüber ins Gespräch kommen wollen.

Von Andreas Schmierer

Leseprobe (PDF)

Verlag: Francke Buchhandlung
ISBN: 978-3-86827-682-4
Seitenzahl: 176
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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