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Die evangelische Kirche hat dazu aufgerufen, für verfolgte Christen im Maghreb zu beten. Neben der politischen Unterstützung und dem menschenrechtlichen Einsatz für Religionsfreiheit bräuchten die Christen in Tunesien, Marokko und Algerien vor allem Solidarität im Gebet, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, in Hannover.

 Am 4. März, dem Sonntag Reminiszere, steht daher in den Gottesdiensten traditionell das Gebet für bedrängte Christen im Mittelpunkt. «Das Gebet ist ein besonderes und das vornehmste Mittel für uns Christenmenschen, mit dem wir unsere Verantwortung für diese Welt wahrnehmen», erklärte Schneider.

 Der EKD-Ratsvorsitzende befürchtet, dass Minderheiten wie Christen nach den Veränderungen durch die arabischen Revolutionen «ein menschenrechtlicher Winter» bevorsteht. Auch wenn die historischen christlichen Kirchen im Maghreb offiziell anerkannt seien, blieben sie doch abhängig vom Wohlwollen der staatlichen Autoritäten, erklärte die EKD. So seien Christen beispielsweise im Familienrecht Diskriminierung und Willkür durch Behörden ausgesetzt. Die Bekehrung von Muslimen sei unter Strafe gestellt.

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 Seit 2010 wird am Sonntag Reminiszere besonders für bedrängte und verfolgte Christen gebetet. Das Wort Reminiszere kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «Gedenke». Hierzu veröffentlicht die EKD auch ein Materialheft, das in Internet heruntergeladen oder bestellt werden kann.

(Quelle: epd)