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Religion sollte einen festen Platz an deutschen Hochschulen haben. Für diese Überzeugung tritt die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einer am Montag veröffentlichten Broschüre ein.

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Die zunehmende Säkularisierung sowie eine vermehrte politische Vereinnahmung von Religion machten sich auch an den Universitäten bemerkbar. Im Bestreben, hier einen weltanschaulich neutralen und von objektiver Wissenschaft bestimmten Raum zu schaffen, gebe es die Tendenz, Religion ganz vom Campus zu verbannen. Dieser Entwicklung wolle die EKD mit der Broschüre „Religion und Glaube gehören mitten auf den Campus – Thesen aus evangelischer Sicht“ entschieden entgegentreten.

Das Grundgesetz schütze die Religionsfreiheit, damit Religion im öffentlichen Raum möglich sei, heißt es darin. Eine Verdrängung der Religion vom Campus trage gerade nicht zur Neutralität bei. Zwar sei angesichts von Fakenews und Rechtspopulismus eine Konzentration auf Rationalität und Wissenschaftlichkeit nötig, dies berge allerdings auch die Gefahr eines allein auf Fakten basierten Weltbildes, das eine religiöse Weltsicht diskriminiert.

Erarbeitet wurde der Text vom Evangelischem Hochschulbeirat. Der Evangelische Hochschulbeirat wird vom Rat der EKD berufen. In ihm arbeiten Wissenschaftler/innen aus Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften zusammen. Sie sollen laut EKD den Dialog von Wissenschaft und Kirche anregen und sich in Hochschulentwicklungen aus evangelischer Perspektive einbringen.

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Link: Religion und Glaube gehören mitten auf den Campus 

 

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