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Weder Karfreitag noch Ostern ist nach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, der höchste evangelische Feiertag.

 «Kreuz und Auferstehung sind für uns Kern und Zentrum unseres Glaubens. Das eine darf nicht gegen das andere ausgespielt werden», sagte der rheinische Präses in der neuen Ausgabe des «Evangelischen Gemeindeblattes für Württemberg» (Stuttgart).

 Schneider sieht im Tod am Kreuz einen Beleg dafür, dass Jesus Christus nicht nur «wahrer Gott», sondern auch «wahrer Mensch» gewesen sei, der das Sterben habe durchleiden müssen. Durch die Auferstehung des Gekreuzigten werde aber klar, dass Gott die Liebe sei. Gott wolle dafür sorgen, «dass wir nicht durch den Tod vernichtet werden und uns auflösen in irgendein Nichts, sondern dass wir im Leben bleiben», sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

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 Der Theologe berichtet, dass seine Frau und er sich beim Sterben ihrer Tochter 2005 «gottverlassen» gefühlt hätten – und doch seien sie in dieser Situation getragen worden. Ohne diese Erfahrung des Gehaltenseins hätten sie ihrerseits den Kopf der an Leukämie leidenden Tochter nicht mehr halten können. Er sei überzeugt, dass durch das Kreuz von Jesus Christus die Todesmächte gebrochen seien, sagte Schneider.

(Quelle: epd)