Der Konflikt zwischen Staat und Kirche im nordostafrikanischen Eritrea spitzt sich weiter zu. Nachdem die Regierung zahlreiche Krankenhäusern und Apotheken enteignet hat, ergreift sie nun Maßnahmen gegen kirchliche Bildungseinrichtungen, berichtet der Pressedienst der Päpstlichen Missionswerke Agenzia Fides. Sieben Schulen, die von katholischen, protestantischen und islamischen Gemeinden getragen werden, seien in den vergangenen Wochen verstaatlicht worden.

Eritreische Kirchenvertreter formulierten nun ein Schreiben an den Bildungsminister Semere Re’esom, in dem sie ihn aufforderten, die jüngsten Beschlüsse zu überprüfen und aufzuhalten. Die katholischen Bischöfe schrieben, dass die Maßnahmen gegen ihre Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gesetzeswidrig seien und die Religionsfreiheit im Land beschneiden würden. Die einzige Lösung sei „die Suche nach Lösungen im Rahmen eines offenen und konstruktiven Dialogs“, heißt es laut Agenzia Fides in dem Brief. „Leider haben die staatlichen Behörden unseren Wunsch bisher nicht berücksichtigt“, sagen die Bischöfe.

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