Evangelikale rufen Gebetstag für Donald Trump aus

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US-Präsident Donald J. Trump unterzeichnete ein Dekret zur "Förderung der Rede- und Glaubensfreiheit" im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington, DC am Donnerstag, den 4. Mai 2017. (Bild: dpa picture alliance / Ron Sachs)

Führende Vertreter von mehr als 200 evangelikal und pfingstkirchlich orientieren Verbänden und Kirchen haben zu einem „Besonderen Gebetstag für US-Präsident Donald Trump“ am Sonntag (2. Juni) aufgerufen. Nach Ansicht der Sponsoren stehen die USA an einem „gefährlichen Abgrund“, wie der Billy Graham Evangelisierungsverband am Dienstag erklärte.

Baptistenprediger Franklin Graham, Leiter des nach seinem 2018 verstorbenen Vater Billy benannten Verbandes, schrieb auf Facebook, Trumps Feinde wollten den Präsidenten zerstören. Noch nie sei ein Präsident so stark angefeindet worden. Mitunterzeichner des Gebetsaufrufes sind neben Graham der Präsident der evangelikalen Liberty Universität, Jerry Falwell, der Pastor der Megakirche „First-Baptist“ im texanischen Dallas, Robert Jeffress, sowie der Präsident des Lobbyverbandes Family Research Council, Tony Perkins.

Weiße evangelikale Wähler haben 2016 mit großer Mehrheit für Trump gestimmt. Außerhalb evangelikaler Kreise stößt diese Haltung häufig auf Unverständnis. Auch in Kirchen ist sie umstritten.