Allianzkonferenz 2017 (Foto: Deutsche Evangelische Allianz)
Rund 1.700 Menschen haben nach Angaben der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) an der Konferenz im thüringischen Bad Blankenburg teilgenommen. Der Vorsitzende, Ekkehart Vetter, erklärte, dass man sich in Zukunft verstärkt bemühen wolle, junge Menschen zu erreichen.
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„Mit 41 Jahren als Durchschnittsalter der Teilnehmer in diesem Jahr sind wir nicht überaltert, aber wir wollen attraktivere Angebote gerade für Kinder, junge Leute und junge Familien machen“, so Vetter. Auch über die Konferenz hinaus sei es eine der zentralen Fragen der Allianz, wie sie junge Menschen ansprechen und einbinden könne.

In Bibelarbeiten, Seminaren und Kulturveranstaltungen ging es bei der Allianzkonferenz unter dem Motto „reform.aktion“ um Impulse der Reformation für die heutige Zeit. Vetter lobte die seiner Überzeugung nach „besondere Atmosphäre“: „Hier begegnen sich Menschen von der Gemeindebasis und werden zu intensiver Bibelarbeit eingeladen. Es gibt viele Möglichkeiten, abseits des großen Plenums mit anderen ins Gespräch zu kommen.“ Auch DEA-Generalsekretär Hartmut Steeb zog ein positives Fazit: „Wir sind dankbar für den Blick auf die Schriften, die grundlegend für die Reformation waren. Die Erkenntnisse aus dem Römerbrief und der Reformation fordern uns heraus, das Leben im Glauben zu gestalten.“ Vetter unterstrich, dass die reformatorische Betonung der Gnade, des Glaubens, des „Christus allein“ und der Heiligen Schrift ein bleibender Schwerpunkt für die Arbeit der Allianz seien.

Die Evangelische Allianz ist ein Netzwerk verschiedener evangelisch gesinnter Organisationen und Gemeinden. Gegründet wurde sie 1846 in London als interkonfessionelle Einigungsbewegung. In Deutschland gib es nach Angaben der DEA rund 1.000 örtliche Allianzen. Die erste Allianzkonferenz fand 1886 in Bad Blankenburg statt.