Nach einem Farbanschlag auf die Bremer St. Martinikirche in der Nacht zum Sonntag prüft der Staatsschutz der Polizei ein Bekennerschreiben. Es soll aus feministischen Kreisen stammen.

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Den Ermittlern zufolge komme es von einer Gruppe, die den „Flinta-Personen“ nahe steht – die Abkürzung steht für Frauen, Lesben und nicht-männliche Personen. Die Innenstadtkirche ist die frühere Predigtstätte des wegen Volksverhetzung verurteilten Pastors Olaf Latzel. Nach eigenen Angaben nahmen die Verfasser den Weltfrauentag zum Anlass, um die Kirche mit Farbe zu „verschönern“. Der Polizei zufolge zeigen Bilder einer Überwachungskamera, wie vier maskierte Personen gegen 2.30 Uhr mit umgebauten Feuerlöschern die Außenwände der Kirche bespritzen. Dabei verteilten sie rote, blaue und lila Farbe großflächig und verschmutzten dabei auch historische Kirchenfenster.

Der leitende Bremer Theologe Bernd Kuschnerus kritisierte am Montag solche Attacken als inakzeptabel: „Sie sind in einer Demokratie kein legitimes Mittel der Meinungsäußerung“, sagte der Pastor und Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche.

Pastor Olaf Latzel war im November des vergangenen Jahres vor dem Amtsgericht der Hansestadt wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 90 Euro verurteilt worden. Er habe in einem Eheseminar zum Hass gegen Homosexuelle angestachelt und ihre Menschenwürde angegriffen, befand das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Latzel Berufung eingelegt hat. Bis zu einer endgültigen Entscheidung enthob ihn die Kirchenleitung vorläufig des Dienstes, ein schon Monate zuvor eingeleitetes kirchliches Disziplinarverfahren ruht.

15 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Der radikale Feminismus zeigt mal wieder sein wahres Gesicht. Wer keine Argumente hat, benutzt halt Farbe…

  2. Meine Lieben, wir sind mittendrin im Geistigen Krieg.
    Nicht Mensch gegen Mensch;
    Denn das ist nur eine `Nebenerscheinung` des Kampfes zwischen Dem Israel GOTTES (Christentum und das gläubige an den Messias YESCHUA Israel))
    und dem Griechentum/Heidentum (LGBTQ).

    Wie es die BIBEL nennt in Sacharja 9,13:
    “DENN ICH (GOTT) HABE MIR JUDA ALS BOGEN GESPANNT UND EPHRAIM DARAUF GELEGT UND WILL DEINE SÖHNE,
    ZION (Jerusalem) AUFBIETEN GEGEN DEINE SÖHNE GRIECHENLAND (LGBTQ), UND WILL DICH (Zion) ZUM SCHWERT EINES RIESEN MACHEN…”

    • Lieber Ephraim,

      hat Jesus während seines Erdenlebens so etwas gepredigt ? Ich meine, eher das Gegenteil: Den Nächsten zu lieben, sogar die Feinde zu lieben und ihnen zu vergeben, den Frieden anzustreben und nach dem Reich Gottes zu trachten. Jesus ist als Friedefürst gekommen. Er ist für alle Menschen, die je auf Erden gelebt haben, leben und leben werden, am Kreuz gestorben für die Erlösung aller Menschen und jedweder Kreatur im Universum. Es gibt in der Zukunft einen Neuen Himmel und eine Neue Erde. Es gibt die wunderbaren Gleichnisse. Etwa vom Verlorenen Schaf, weshalb der Hirte die 99 Gerechten verlässt um das eine zu suchen, auf seine Schulter zu laden und heimzutragen. Wohlgemerkt: Das Verlorene hat nichts zu seiner Rettung beigetragen, auch nicht den (richtigen) Glauben. Oder vom Verlorenen Sohn: Zu Gott darf man immer zurück. Der obige Dualismus die Welt in Böse und Gute einzuteilen ist schon deshalb falsch, weil auch wir gläubigen Christen allzumal Sünder sind und es uns an dem Ruhm vor Gott mangelt. Wir sind also prinzipiell begnadigt und trotzdem lagert die Sünde vor unserer Tür. Dabei sei auch bemerkt, dass wir Christen grundsätzlich keine besseren Menschen sind als andere Leute. Gott liebt jeden Menschen, der je über diese Erde ging. So sehr man einen Farbbeutelanschlag auf die Martinskirche auch uneindeutig verurteilen sollte, so sehr stimmt doch leider, dass man durch Provokationen nicht ganz schuldlos daran ist, wenn andere meinen, gewalttätig gegen Sachen zu werden. Liebe ist das beste Mittel gegen Antisemitismus, Rassismus und moralische Vorurteile gegen Menschen, die aus einem anderen Holz gemacht sind als wir selbst – und so vom Schöpfer gewollt.

      Um Pfarrer Latzel tut es mir leid. Jedenfalls kann ich aus der Ferne, und aus dem was ich in aller Ausführlichkeit gelesen habe, nicht das wirkliche Evangelium in seinen Worten und seinem Tun erkennen. Es geht um Glaube, Hoffnung und Liebe und die Liebe soll immer die Größte unter ihnen sein. Menschen mit einer anderen geschlechtlichen Ausrichtung, für die sie nichts können, zu verunglimpfen, ist zutiefst unchristlich und mehr als lieblos. Es gibt Männer die Frauen lieben, Männer die Männer lieben, Frauen die Frauen lieben, Mitbewohner die zwei Geschlechter haben oder auch keines (alles vereinfacht ausgedrückt). Sie alle wurden von Gott geschaffen und sind Geist von seinem Geist. Nicht was jemand ist oder nicht ist, ist gut oder schlecht, sondern wie jemand lebt. Die Liebe tut nie einem anderen Menschen etwas böses.

      • Würde Ihre Theologie stimmen, wäre Jesus Christus umsonst am Kreuz gestorben. Bzw hätte gar nicht sterben müssen. Ich empfehle den Römerbrief zu studieren und mal ein bei Luther „vorbeizulassen“, was dieser über – in Übereinstimmung mit der Bibel – die absolute Verderbtheit des Menschen gesagt hat, über Sünde und Sünder.
        Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.

        Olaf Latzel ist einer der wenigen hierzulande die das wahre Evangelium predigen.
        Ja, er ist kernig – ja und?

        Wer das nicht abkann, soll sich seinen Glauben eben basteln und weghören.
        Ich schau mir auch keine Christopher Street Day Umzüge an… aber ich bewerfe sie auch nicht mit Farbe – die sie ja ohnehin nicht brauchen .. um das mal so provokant zu sagen ..
        Liebe ich diese Menschen?
        Ich bete, dass GOTT mir Liebe für alle Menschen schenkt … vor allem für den Nächsten, deshaöb muss ich aber nicht mit seiner Lebenslüge einverstanden sein.
        GOTT war mit meiner Lebenslüge auch nicht einverstanden und hat mich aus meinem Elend erlöst … und seither lebe ich .. mit allen Tiefs und Hochs … aber immer sicher und geborgen, wenn ich doch auch öfters sehr darum ringen muss .. aber das mussten die Menschen der Bibel auch …

        • Hallo Jutta,

          Nein, Jesus ist am Kreuz für alle Menschen gestorben. Es hätte ja wenig Sinn gemacht, die ganze Welt und alle Kreaturen zu erlösen und dies in Wirklichkeit nur einer ganz kleinen Schar zu schenken. Dass wir Christ*innen nicht der Heilige Rest sind, wird heute wohl von den allermeisten Gläubigen als sinnstiftend anzusehen, auch von den großen Kirchen. Zutiefst bin ich davon überzeugt – wie viele andere fromme Menschen – dass sich am Ende der alten Welt alle Menschen freiwillig mit Gott versöhnen werden. Das ist dann Gottes Werk und des Menschen letztlicher Wille.

          Ich schau mir keine Christopher Street Umzüge an, ich halte aber diese Leute auch nicht für Abschaum und mich für einen besseren Menschen. Ich lebe keine Lebenslüge sondern versuche, jeden Tag aus der Vergebung Christi zu leben. Olaf Latzel verkündigt (alleine) das wahre Evangelium ? Schon dies so zu behaupten macht das Problem, dass dann ja viele Millionen Menschen, die Gott auch in ihrem Leben und ihrer Seele begegnen, wohl nicht gut genug sind die hohe geistliche Ansprüche zu erfüllen. Luther hat nicht von der absoluten Verderbtheit aller Menschen gesprochen sondern davon, dass Gott aus reiner Gnade und Liebe alle Menschen liebt und man sich dies nicht verdienen kann. Denn wir alle sind Sündern und mangeln des Ruhmes, den wir vor Gott haben sollten. Deshalb ist Jesus gestorben, weil wir uns das nicht erarbeiten können. Im übrigen sind wir nicht absolut böse, sondern sollen ein Abbild Gottes sein, Geist aus seinem Geist. Der Abgrund in jedem und jeder von uns ist das Problem. Im übrigen hat mich Gott schon geliebt – und jeden anderen – als ich noch gar nicht in diesem Erdenleben war. Jedenfalls bäckt unser aller Vater (oder Mutter) im Himmel nicht wie ein Bäcker Brötchen – sprich erschafft Menschen – um dann 95% oder noch viel mehr einfach zu entsorgen. Dies hätte dann schon gar nichts mit Liebe zu tun. Aber was schreibe ich, es wird ja nichts nützen. Jedenfalls mein Gott ist überströmend in seiner Zuwendung und wird niemand in aller Hölle quälen. Die Katholiken glauben das so nicht und die Adventisten sind lediglich davon überzeugt, dass die sogenannten Gottlosen einfach ausgelöscht werden (wie eine Computerdatei). Das passt null zu den schönen Gleichnissen Jesu vom Verlorenen Sohn und vom Verlorenen Schaf.

          • Es hat keinen Sinn, auf Ihre Kommentare zu antworten. Es tut mir leid, aber auch wenn ich keine studierte Theologin bin: Sie verdrehen das Evangelium komplett.
            Ihr Evangelium rettet niemand.
            Warum steht in der Bibel auch etwas von Gottesfurcht, fir aller Weisheit Anfang ist?
            Was ist mit den verfolgten Christen? Warum riskieren die Tag für Tag ihr Leben, um ihren verlorenen Familien und Nächsten das Evangelium zu bringen, wenn doch Jesus Christus der große Allversöhner ist???

            Ach so, die kennen das echte Evangelium nicht, sonst würden sie da unten unter Bedrohung ihr Leben „geniessen“ ..
            Entschuldigen Sie meinen Zynismus, aber künftig werde ich Ihre Kommentare ignorieren, das ist einfach zu schrecklich was Sie schreiben.
            Da hilft auch die Liebe nichts mehr.


            [gestrichen / Kritik – ja. Sie unterstellen hier jedoch eine absichtlich, manipulative Falschaussage. MfG, die Redaktion]

            • Unverdiente Liebe ist schwer zu ertragen.

              Liebe Jutta,
              tut mir leid, dass Sie meinen Kommentar inhaltlich sind akzeptieren. Aber bei der Allversöhnung geht es ja nicht um eine billige Gnade, sondern gerade das Kreuz Jesu und sein stellvertretender Tod soll doch deutlich machen, dass Gott sich mit allen Menschen versöhnt und nicht nur für die Guten und die Frommen gestorben ist, sondern für alle Menschen. Und dass sich alle Knie vor ihm beugen, steht übrigens auch in der Bibel ,(und zwar völlig freiwillig, weil sie Gott erkennen). Es ist mir völlig unverständlich, wie Jesus Christus als Friedefürst, der keine Gewalt übt, seine Feinde liebt – und mit all dem was er sagte und vorlebte – jemand in einer ewigen Hölle quälen will. Unsere Sünde hängt am Kreuz von Golgatha und ist bezahlt. Gott wird trotzdem bestrafen, aber seine Strafe erfolgt mit der Methode der Liebe. Immerhin wird im Apostolischen Glaubensbekenntnis nicht formuliert „ich glaube an die ewige Verdammnis“. Wenn Jesus seine Feinde liebt, dann ist er auch für Judas gestorben. Und wenn er die ganze Welt in Händen hält, dann ist dies auch für alle so. Der Schwachpunkt der Allversöhnung ist nicht, dass er nicht sehr gut vor allem theologisch begründet wird, sondern dass diese Überzeugung unpädagogisch ist. Theoretisch ist alles erlaubt. Aber es ist nicht wirklich praktisch so: Da erinnere ich an Saulus, der sich auch alles erlaubte, Christen verfolgte und ermordete, und ganz zwar furchtbar grausam. Aber als er vor Damaskus vom Licht der Liebe Gottes geblendet wurde, änderte sich alles. So wird es auch sein, wenn wir oder die Bösewichte von der Liebe Gottes überwältigt sind. Viele von uns werden sich dann auch schämen. Unverdiente Liebe ist nur ganz schwer zu ertragen. (Übrigens bin ich kein Theologe).

      • @Bernd
        “hat Jesus während seines Erdenlebens so etwas gepredigt?”

        Lukas 12,51:
        “MEINT IHR, DASS ICH GEKOMMEN BIN, FRIEDEN ZU BRINGEN AUF ERDEN?
        ICH SAGE: NEIN, SONDERN ZWIETRACHT. DENN VON NUN AN WERDEN FÜNF IN EINEM HAUSE UNEINS SEIN, DREI GEGEN ZWEI UND ZWEI GEGEN DREI.
        ES WIRD DER VATER GEGEN DEN SOHN SEIN UND DER SOHN GEGEN DEN VATER;
        DIE MUTTER GEGEN DIE TOCHTER UND DIE TOCHTER GEGEN DIE MUTTER,
        DIE SCHWIEGERMUTTER GEGEN DIE SCHWIEGERTOCHTER UND DIE SCHWIEGERTOCHTER GEGEN DIE SCHWIEGERMUTTER.”

  3. Das ist aber ein ziemlich verbissener Akt am Weltfrauentag, der in feministischer Ideologie doch eigentlich ein fröhlicher Festtag sein sollte, oder?

    Eigentlich sind in feministischer Lesart doch die Männer immer diejenigen, die Gewalt ausüben, oder?

    Kann es sein, dass die theoretische Sinnstiftung des radikalen Feminismus in der Praxis gar nicht so erfüllend ist?

    Müssen historische Kirchengebäude und wertvolle Kirchenfenster als Projektionsfläche des eigenen Frusts herhalten?

    Eines ist klar: es geht gar nicht gegen Latzel, es geht gegen die Kirche als ganzes.

  4. hetze ist doch kein christliches liebesgebot,oder?
    Herr,bitte vergib allen,denn…

  5. Es waren solche Aktionen, die Latzel zu seinen unglücklichen Äußerungen veranlasst hatten.

  6. Es ist sehr bedenklich, was der St. Martini Kirche in Bremen und ihrem Pastor Olaf Latzel seit Monaten widerfährt.
    Nicht nur, dass das Wort der Bibel, das Olaf Latzel zitierte, gegen den Herrn Pastor umgekehrt wurde, um diesen zu verunglimpfen, es wird auch seit Monaten die historische St. Martini Kirche geschändet, leider kam es in diesem Fall noch nicht zur Ermittlung der verantwortlichen Personen. Ich bin froh, das noch in einigen Kirchen das Wort Gottes gepredigt und ausgelegt wird, es ist nicht mehr in allen Kirchen so. Meine allerbesten Wünsche gelten der St. Martini Gemeinde und Pastor Olaf Latzel. Danke an alle Pastoren und Ältesten, die Pastor Olaf Latzel jetzt vertreten. Gottes Segen sei mit euch.

  7. Viel entsetzlicher ist der Tatbestand der bremischen Kirche die ihrem Pastor nicht Rücken stärkt ,sondern geschickt diese Situation dazu benutzt ,ihn Pastor Olaf Latzel seines Amtes zu entheben. Latzel ist ein bibeltreuer Verkündiger . Eben dies ist der Liberalen Gesinnung dieser Kirchenleitung ein Dorn im Auge. Lieber begehen sie Verrat an Christus selber. Die St.Martini Gemeinde sowie zig tausende Bibelgläubige Christen Weltweit stehen zu Olaf Latzel und beten für seine Rehabilitation. Nächster großer Gebetsabend der auch gestreamt wird,findet am 26.März 2021 19.00 Uhr aus Köln statt. Ulrich Parzany wird predigen.

  8. Man erkennt, wie der Teufel versucht, Gottes wahre Botschaft zum schweigen zu bringen, oder lächerlich zu machen. Und das sogar mit Gesetzeswidrigen strafbaren Maßnahmen. Wir beten weiterhin für die Martinigemeinde unde Pastor Latzel und die Verkündigung in der dortigen Kirche. Wir hören uns diese Predigten immer wieder gerne an.
    Wir beten dafür, dass es auch für die BEK, die scheinbar auch nicht den Geist Gottes erkennt.

  9. Diese Aktion ist genauso zu verurteilen wie Latzels Äußerungen.

    Beides ist rechtswidrig und strafbewährt und ich hoffe, dass auch beide ihre Strafe erhalten.

    Das jetzt allerdings 4 nichtmännliche Personen (was für ein Ausdruck; in sich übrigens ebenfalls diskriminierend) für die Gesamtheit der (radikalen) Feministinnen steht, das wage ich zu bezweifeln.

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