Laut der Bibel sollen die drei Apostel Petrus, Philippus und Andreas in der antiken Stadt Bethsaida aufgewachsen sein. Wo diese liegt, ist bisher allerdings nicht eindeutig geklärt. Nun wollen Wissenschaftler*innen allerdings Indizien dafür gefunden haben, dass Bethsaida im heutigen nordisraelischen Al-Araj liegt. Schon 2017 wurden die Grabungen dort begonnen und nun weitergeführt, wie das „Center for the Study of Ancient Judaism and Christian Origins“ (CSAJCO) mitteilte. Die Grabungen fanden unter der Schirmherrschaft des Kinneret College in Israel statt.

In der Gegend wurden zahlreiche römische Gegenstände wie ein Badehaus, Keramik und eine Bronzemünze gefunden. Das passt zur Historie von Bethsaida, denn der Ort wurde unter römischer Herrschaft zur Stadt „Julias“. Außerdem wollen die Archäolog*innen eine alte Kirche entdeckt haben. Hier gibt es Parallelen zu den Beschreibungen von Bischof Willibald von Eichstätt aus dem Jahr 725. Der Geistliche entdeckte damals eine Kirche, die über den Wohnhäusern von Petrus und Andreas gebaut worden war. Die nun entdeckte Kirche passt zu diesen Beschreibungen.

Die Vermutung, dass der Fundort Bethsaida ist, ist nicht unumstritten. Andere Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass Bethsaida eigentlich bei et-Tell liegt.

 

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. warum nimmt man hier eigentlich die dümmliche Gendersprache? „Forschende“ sind und bleiben immer noch Forscher. Dabei weiß jeder normale Mensch, daß es sich dabei um Männer oder/und Frauen handeln kann.

    • Hallo Joachim, du sprichst ein Problem an, das uns zur Zeit immer wieder beschäftigt. Und, ganz offen, noch haben wir uns nicht festgelegt, wie wir künftig verfahren werden. Die Meinungen gehen da auseinander.
      Ins Nachdenken haben mich persönlich (Daniel) Studien und (Selbst-)Tests gebracht, die belegen: Das generische Maskulinum impliziert eben nicht immer, dass es sich um um Mann oder Frau handeln kann („divers“ gab es damals noch nicht als Option). Tatsächlich gibt es Fälle, in denen die große Mehrheit der Leserinnen und Leser einen Mann vor Augen hat. Innerhalb unserer Fließtexte können wir „Forscherinnen und Forscher“ oder „Forscher/-innen“ schreiben. In vielen Vortexten und fast jeder Überschrift ist das jedoch zu lang. Dann also entweder das genrische Maskulinum oder zum Beispiel das Partizip, Binnen-„I“ oder „*“. Das lehnst du ab, und ich kann das – als Traditionalist – gut verstehen. Absehbar ist allerdings, dass sich die ein oder andere Genderform durchsetzen wird. Ich selbst habe mich damals über die große Rechtschreibreform geärgert, weil sie für mich zusätzliche Arbeit bedeutete. Trotzdem bin ich daran gebunden.

      Viele Grüße
      Daniel aus der Jesus.de-Redaktion

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