Frank Zander: Wegen Corona keine Weihnachtsfeier für Obdachlose

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Frank Zander und ein Gast einer vergangenen Weihnachtsfeier (Foto: BrauerPhotos / O. Walterscheid)

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die traditionelle Weihnachtsfeier von Frank Zander für Obdachlose in diesem Jahr nicht stattfinden. Dies teilte der Berliner Entertainer nun auf der Veranstaltungs-Website mit.

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Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, heißt es in der Mitteilung, aber die zahlreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die zu erfüllen wären, seien für das Organisationsteam schlicht nicht umsetzbar. „Wir haben bis zuletzt geglaubt, dass wir das schon irgendwie hinbekommen. Aber eine Sache steht über allem und das ist die Verantwortung unseren Gästen und Helfern gegenüber – wir müssen zurzeit mehr denn je auf uns aufpassen, uns und andere schützen. Wir können nicht verantworten, dass sich jemand auf der Veranstaltung mit dem Corona-Virus infiziert und es schlimmstenfalls bis in die überaus wichtigen Einrichtungen der Kältehilfe trägt.“

Bereits seit 25 Jahren laden Zander und seine Familie rund 3.000 Obdachlose und Bedürftige in ein Berliner Hotel ein, um bei festlichem Essen und Musikprogramm mit ihnen Weihnachten zu feiern. Auch Sachspenden wie Kleidung, Lebensmittel oder Schlafsäcke werden bei dieser Gelegenheit an die Bedürftigen verteilt. Zahlreiche Institutionen, Sponsoren und Privatpersonen haben die Feier bisher unterstützt. Statt des bisherigen Formats wolle das Team diesen Winter andere bedürftige Projekte unterstützen und versprach, sie würden vor allem „die Ärmsten der Armen nicht vergessen“. (LD)

Weiterführende Links:
Ein Herz für Obdachlose: Weihnachten mit Frank Zander ()
Berlin: Entertainer Frank Zander serviert Obdachlosen Gänsebraten ()

Jesus.de unterstützt ausdrücklich die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Schützt euch und andere.

5 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Selten dämliche Entscheidung! Die Obdachlosen stehen – ob unverschuldet oder nicht – eh schon am Rand der Gesellschaft. Da sollte wenigstens an Weihnachten an sie gedacht werden und ihnen – wenn auch nur eine kleine – Freude gemacht werden. Sie haben es schon schwer genug. Wie kann man nur so eine herzlose Entscheidung treffen!?

    • Die Entscheidung ist richtig. Obdachlose werden häufig zu Risikogruppen bezüglich Corona gehören (Lungenkrankheiten, generell geschwächter Zustand, usw.) und Arztbesuche sind für sie nicht so einfach mangels Krankenversicherung oder einfach nur Scheu.

      Die Entscheidung dient auch ihrem Schutz.

      Ich finde die Entscheidung auch traurig, weil es einfach eine gute Veranstaltung ist.

      Hoffen wir, dass sie im Folgejahr wieder stattfinden kann

  2. Es ist wirklich schade, dass für die vielen Obdachlosen diese Veranstaltung nun offenbar ausfallen muss. Bleibt zu hoffen, dass viele Obdachlose doch noch einen Weg finden, Weihnachten christlich zu feiern und einen guten Start ins neue Jahr bekommen. Gerade in den aktuellen Zeiten ist es wichtig, Solidarität mit all jenen zu haben, die keinen festen Wohnsitz haben oder in der Gefahr stehen obdachlos zu werden. Ich war selber mal OfW, daher weiß ich wie hart dieses Leben sein kann.

  3. Sehr traurig dass das dieses Jahr ausfällt. Aber ich nehme es Frank Zander ab, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen ist und er nach bestem Wissen und Gewissen entschieden hat.

    Hoffentlich findet er (wie angekündigt) einen guten „Ersatz“,

  4. „Ausfallen“ ist sowieso nicht notwendig, es wendet nicht die Not der Betroffenen.
    Außerdem kann auch ohne ein Dach der Geburt Jesu gedacht werden. Da reichen U-BahnSchächte und ein Akkordeon für die Andacht. Welch herrliche Akustik die moderne Zivilisation doch bauen kann… oder leere KarstadtKaufhäuser…
    Übrigens ist die Thermik in alten Kirchen mit openAir vergleichbar. Und wenn dann noch beim singen Weihrauch und ähnliche Kräuter verbrannt werden, haben andere Aerosole kaum Chancen.

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