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Der französische Senat hat die künstliche Befruchtung bei Lesben und Alleinstehenden erlaubt. Bei einer Abstimmung im Oberhaus des Parlaments stimmten 153 für diese neue Regelung, 143 dagegen. Das berichten übereinstimmend Die Zeit und Die Tagespost. Die künstliche Befruchtung für alle war eines der zentralen Wahlversprechen des Präsidenten Emmanuel Macron. Bisher stand der medizinische Eingriff nur heterosexuellen Paaren zur Verfügung.

Noch ist unklar, wer zukünftig die Kosten für die Behandlung übernimmt. Die ursprüngliche Gesetzesvorlage forderte eine grundsätzliche Kostenübernahme bei bis zu sechs Befruchtungsversuchen. Laut Senat sollen die Krankenkassen nur dann bezahlen müssen, wenn eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert wurde. Nach Angaben der Tagespost kann die Generalversammlung den Senat in einem dem deutschen Vermittlungsausschuss ähnlichen Verfahren noch überbieten.

In Spanien, Portugal, Irland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Schweden, Finnland und Dänemark ist die künstliche Befruchtung für alle bereits gesetzlich verankert. In Deutschland ist sie zwar nicht verboten, allerdings kompliziert. Denn hier sind Samenspender nicht anonym. Sie können das Sorgerecht einklagen oder zu Unterhaltungszahlungen verklagt werden. Deswegen gibt es nach Recherchen der Zeit nur wenig deutsche Kliniken, die künstliche Befruchtung für Alleinstehende und Lesben anbieten. (nate)

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Bei Meldungen wie diesen bleibt mir nur zu sagen, wie sehr ich mich auf den neuen Himmel und die neue Erde freuen darf. Was momentan auf dieser Welt los ist, ist jenseits von allem was recht und gut ist.

    • „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.“
      Kaiser Franz Beckenbauer

      Wo er Recht hat, hat er Recht.

  2. Ware Kind.
    Kinder für alle.
    In der Ukraine warten grade 500 Kinder auf ihre „Eltern“, die wegen der Corona Krise die Kinder nicht abholen können.

    Wahnsinn. Ich schliesse mich Konrad O. an.
    Wie freue ich mich auf die neue Erde und den neuen Himmel.

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