Ein Sarg in Nahaufnahme
kzenon / iStock / Getty Images Plus /
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Die Aktion ist ein wenig morbide – und doch steckt sie voller positiver Gedanken: Hans-Gerd Paus hat seinen eigenen Sarg in der Wohnung stehen, zumindest die Bretter – auf dem Geländer der Treppe runter in sein Schlafzimmer. Und nicht nur das: In seiner Freizeit arbeitet er auch daran, seine zukünftige Bleibe schön zu verzieren. Michael Bönte von „Kirche und Leben“ hat ihn besucht.

Die Reportage macht klar: Paus‘ Projekt hat nichts mit Todeswünschen oder dem nahenden Lebensende zu tun. Er gehört für ihn einfach zum Lebensweg dazu: „In meinem Glauben hole ich mir ja nicht die Endlichkeit ins Wohnzimmer, sondern die Unendlichkeit.“ Wenn Paus auf die Bretter in seinem Wohnzimmer schaue, dann schaue er nicht auf den Tod, sondern auf sein Leben, schreibt Bönte.

Die Nadelholzbretter verziert Paus nun fleißig – und zwar mit Bibelversen. Begonnen hat er mit der Auferstehungs- und Emmaus-Geschichte sowie Psalm 139. Aktuell brennt er Ausschnitte aus dem Buch Hiob in das Holz. Seine Freunde und Verwandten dürfen ebenfalls Texte hinzufügen. „Viele scheuen sich aber noch und müssen ihre Distanz zur Idee noch überwinden“, sagt er.

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LINK: Gefängnisseelsorger hat seinen Sarg mitten im Wohnzimmer

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Seinen Sarg im Wohnzimmer in Vorbereitung auf seinen eigenen Tod. Wenn es nicht so abartig wäre, koennte man ja drueber lachen. Dem „Seelsorger“ nützen seine eingravierten auch von Freunden und Familienmitgliedern aufgebrachten Bibelverse Sprueche rein gar nichts.
    Am Ende steht die Ewigkeit und die Frage, ob mein Leben hier in der Erlösung durch das Leiden und Sterben Jesu Christi gelebt und geglaubt wurde. Der Sarg ist des Körpers Ende. Die Seele, des Menschen wahre Ewigkeit. Wohl allen wenn diese bei Gott im Himmel ankommt.

    • Guten Abend Herr Scheffer,
      ich frage mich, warum wir Christen sehr oft einfach mal negativ und „predigend“ auf Dinge reagieren müssen, die andere Mitchristen und Mitbürger tun?
      Hat irgendjemand behauptet, dass die Bibelvese dem „Seelsorger“ viel nützen (müssen)? Zumindest beschäftigt er sich mit einem Thema, das uns alle irgendwann ganz persönlich trifft!
      Wenn wir an die Wirksamkeit des Wortes Gottes glauben, könnte es ja evtl. sein, dass das Aussuchen, Einbrennen und Lesen der Bibelworte mit ihm „etwas machen“ und er doch einen Gewinn daraus zieht?
      Und zu Ihrer Aussage, dass der Sarg des „Körpers Ende“ ist – steht nicht irgendwo etwas von einer „körperlichen“ Auferstehung?
      Ich wünsche Ihnen alles Gute!

  2. Hatte unser Dorf Grufti auch, also?. wenn so was schon Nachrichtenwert hat, dann haben wir wohl wahrlich kein schwerwiegerenden Probleme oder?

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