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Mit einem Festakt hat die Bibelgalerie Meersburg (Bodensee) am heutigen Samstag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Sie war das erste Erlebnismuseum zur Welt der Bibel, das in Deutschland eröffnet wurde.

 Das Museum gebe vielen Menschen Anstöße, Freude an der Bibel zu entdecken und beharrlich an ihr festzuhalten, sagte der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus Engelhardt, in seinem Festvortrag: "Es ist eine wichtige Aufgabe der Bibelgalerie, die alltägliche Welt der Bibel und ihrer Akteure nahe zu bringen."

 Angesichts einer bestehenden Bibelmüdigkeit in der Gesellschaft habe die Galerie eine wichtige Aufgabe, betonte der badische Altbischof. Sie könne an das Geheimnis heranführen, dass die Bibel mit ihrer Botschaft weglocke von der tief in den Menschen schlummernden Meinung, dass alles beim Alten bleibe.

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 "Die Bibel ist ein Hoffnungsbuch und macht sprachfähig, wenn es einem die Sprache verschlägt", sagte der Theologe. Gleichzeitig bewahre sie vor frommer Geschwätzigkeit. Die Bibel sei kein religiöses Kultbuch, sondern ein zutiefst weltliches Buch, weil sie von dem leidenschaftlichen Interesse Gottes an der Welt erzähle und ihr damit eine "Tiefendimension" gebe.

  Mehr als 60 Sonderausstellungen wurden seit der eröffnung am 30. Juni 1988 präsentiert. Im Juni 2008 wurde eine erweiterte und komplett neu gestaltete Dauerausstellung eröffnet. Im ehemaligen Dominikanerinnenkloster gibt es ein mittelalterliches Skriptorium und eine Schatzkammer für wertvolle Originale und Künstlerbibeln zu entdecken. Szenografien zeigen die Welt der Bibel und ihre Überlieferung von den Anfängen über die Gutenbergpresse bis zur digitalen Gegenwart.

(Quelle: epd)