Die Initiative Maria 1.0 wehrt sich gegen die umstrittene Bewegung Maria 2.0. Vor allem die katholische Obrigkeit lobt die Frauen, die sich mit dem Slogan „Maria braucht kein Update“ auf ihrer Webseite von Maria 2.0 distanzieren. Der Augsburger Bischof Zdarsa äußert sich gegenüber der „Tagespost“ positiv über die Initiatorin Johanna Stöhr. Sie setze „ihre Fähigkeiten und Talente ganz bewusst für den Dienst an Gott“ ein und nehme ihre Gott gegebenen Aufgaben als wichtiges Glied der Gemeinde wahr, ohne sie eintauschen oder verhandeln zu wollen.

Gefahr sehen die Initiative Maria 1.0 und deren Unterstützer auch in einer „Verzweckung der Mutter Gottes“, um eigene Interessen durchzusetzen. Stattdessen solle sie verehrt und als Vorbild gesehen werden.

Die Bewegung Maria 2.0 setzt sich für mehr Rechte der Frauen in der katholischen Kirche ein. Unter anderem fordern die Aktivistinnen die Ordination auch für Frauen. Eine Woche lang haben Ehrenamtlerinnen aus Protest ihre Arbeit in der Kirche niedergelegt und kein Gotteshaus betreten.

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Die neutestamentlichen, auch die paulinischen Äußerungen zu der Stellung der Frau waren für die damalige Gesellschaft eine Revolution! Eine Gesellschaft, die die Frau als „Ding“ betrachtet hat, wurde damit konfrontiert, dass Jesus sich mit Frauen auseinandersetzt.
    In so fern ist „Maria 2.0“ eine willkommene, notwendige Bewegung, die an diesen revolutionären Ansatz anknüpft, nicht einmal so radikal wie damals.
    Wer heute im 21. Jahrhundert darauf besteht, die 2000-jährige Tradition in Stein gemeißelt keinen Deut bewegen zu dürfen, verkennt auch eklatant den Erneuerungsgedanken Jesu, der gerade gegen eine in Traditionen gefangene Gesellschaft aufrüttelte und zur Weiterentwicklung gerufen hat!
    Ich denke, beide Seiten sollten sich bei ihrem Vorgehen immer im Gebet fragen, was Gottes Wille ist:
    Soll ich (Maria 1.0) wirklich an der alten Tradition festhalten und damit riskieren, dass unser gemeinsamer Bau an Gottes Reich an der Gesellschaft vorbei geht und die modernen Menschen nicht mehr erreichen kann?
    Soll ich (Maria 2.0) wirklich meine Forderungen radikal und kompromisslos versuchen durchzusetzen und damit ein Schisma riskieren?
    Vielleicht bringt auch ein gemeinsames Gespräch und vor allem Gebet etwas, um die Fronten zu glätten und einen konstruktiven Dialog vorzubereiten.

  2. Maria 2.0 geht es nicht um Jesus oder den Glauben und genau das ist das Problem! Glauben bedeutet sich zurückzunehmen und Gott in den Vordergrund zu stellen.

  3. VIele machtsuchenden Katholikinnen können dem „schweigenden Frauchen Maria“ nicht viel abgewinnen. Aber sie hat gejubelt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn …“ und ist die Mutter unseres Erlösers – SEINER Kirche, die keine Gewerkschaft ist, wie es derzeit scheint.
    Durch Gottes Gnade und um uns vor schlimmen Ereignissen zu bewahren, erscheint Maria und mahnt uns. Wie war das noch mit Fatima? „Bekehrt Euch! Tut Buße! Betet! Dazu ruft sie auf, und meint damit auch unsere Bischöfe und Priester, Ordensleute und pastoralen Mitarbeiter! Ob die Frauen, die schon vom Priestertum träumen, noch den Rosenkranz kennen und ihn auch beten?

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