Bisher hatten Hochschulen und Verbände im Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband ganz unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Dazu gehören beispielsweise die Berliner Stadtmission und die Hochschule Liebenzell. Das ändert sich jetzt. Seit gestern (7. Mai) existiert das „Gnadauer Bündnis“.

Von Nathanael Ullmann

Zukünftig soll das „Gnadauer Bündnis für theologische Ausbildung und hauptamtlichen geistlichen Dienst in der Gemeinschaftsbewegung“, kurz „Gnadauer Bündnis“, dafür sorgen, dass Studenten wie Arbeitnehmer auf gleiche Bedingungen treffen. „Das ist ein Quantensprung“, sagt Frank Spatz, Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands, auf Jesus.de-Anfrage. Denn dem Grundlagenpapier haben 19 Gemeinschaftsverbände und sechs Ausbildungsstätten zugestimmt. Weitere sollen folgen.

„Bisher waren die Bedingungen total unterschiedlich“, sagt Spatz. Die neuen Standards sind jetzt offiziell in einem vierseitigen Dokument festgehalten. Den Angstellten steht nun beispielsweise ein freies Wochenende pro Quartal außerhalb der Urlaubszeiten zu. Berufsanfänger sollen außerdem durch einen Mentor begleitet werden. Auch das Gehalt ist geregelt. Es orientiert sich künftig an den Richtlinien des Diakonischen Werkes.
Hochschulen wiederum verpflichten sich nach dem Dokument unter anderem, gelebte Christusnachfolge zu unterstützen und zu helfen, dass der Übergang von der Ausbildung in die Berufstätigkeit gelingt.

Bekannte Mitglieder

Eine Bündniskommission kontrolliert regelmäßig, inwiefern sich die Bündnismitglieder an die Vorgaben halten. Alle fünf Jahre soll es eine Selbstauskunft und ein gemeinsames Gespräch geben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Berliner Stadtmission, der Deutsche EC-Verband, die Liebenzeller Mission, das Marburger Bildungs- und Studienzentrum und das Theologische Seminar St. Chrischona.

Nach Spatz soll das Bündnis auch dabei helfen, für Fachkräfte attraktiver zu werden: „Wir haben derzeit mehr offene Stellen als Studierende.“ Die Positionen des Predigers und Gemeinschaftspastors seien längst nicht mehr so attraktiv wie früher. Durch die einheitlichen Regeln gewähren die Bündnispartner nun, bundesweit attraktive Voraussetzungen zu schaffen.

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