Werbung

Der Arbeitskreis Theologie des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands hat eine biblische Orientierung zum Thema „Bestattungskultur im Wandel“ herausgegeben. Darin erklärt der Verband Christinnen und Christen, wie die Bibel seiner Meinung nach zu sich wandelnden Bestattungsbräuchen steht. Das Fazit: Ob Erd-, Feuer- und Meerbestattung, das macht für die Heilige Schrift keinen Unterschied. An keiner Stelle werden den Gläubigen klare Richtlinien zu Beerdigungen mitgegeben. Jesus wurde beispielsweise zwar als Leichnam bestattet, König Saul hingegen verbrannt und ehrenvoll begraben. Auch historisch sind die unterschiedlichsten Formen der Bestattung bei Christinnen und Christen nachgewiesen. Zwar wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte beispielsweise die Ansicht über Feuerbestattungen, diese war jedoch schon seit dem Altertum bekannt und üblich.

„Es spricht nichts gegen eine individuelle Bestattungsform, solange nicht aus dem Blick gerät, dass es christlich nicht um eine Verewigung des gelebten Lebens und seinen Bezügen geht, sondern um einen Abschied von dieser Welt sowie die Ausrichtung auf Gott, der einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißen hat“, beschreibt es das Papier. Nur eine völlige Anonymisierung sehen die Autorinnen und Autoren kritisch. Denn die nehme den Angehörigen die Möglichkeit, an einem konkreten Ort dieser Welt Abschied zu nehmen und zu trauern. „Und sie wird dem leiblichen Charakter unseres irdischen Lebens in Raum und Zeit nicht hinreichend gerecht.“ (nate)

LINK: „Bestattungskultur im Wandel“