„Der ältere Bruder wurde zornig und wollte nicht ins Haus hineingehen.“ (Lk. 15,28). Als junger Christ habe er „mehr und größere“ Glaubenserfahrungen gemacht, schreibt Jürgen Ferrary in seinem Blog. Natürlich sei Gott damals nicht größer oder stärker gewesen, sondern für ihn selnst als jungen Christen einfach „alles neu“. Doch tatsächlich müsse er sich außerdem eingestehen: „Ich habe mich damals mehr und intensiver nach solchen Erfahrungen ausgestreckt als heute.“

Gerade dann jedoch gelte die Einladung des Vaters aus dem Gleichnis des verlorenen Sohns: „Komm doch mit hinein.“ Mitfeiern, mitfreuen. Und: selbst wieder mit Leidenschaft die Bibel lesen und ins Gebet gehen. Sich neu sensibilisieren lassen für Gottes Handeln.

Weiterlesen im Blog „Jürgens Gedanken“

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1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Jürgens Gedanken weiterdenken

    Jürgens Gedanken müssen wir weiterdenken. Vorallem erlebe ich – nachdem ich dies viele Jahre schleifen ließ – daß ich wieder mehr die Unmittelbarkeit Gottes spüre. Jeder kann das Wunder der Gebetserhörung erleben unter der Voraussetzung, das wirklich Nützliche und Guttuende auch anzunehmen: Wünsche werden nicht immer erfüllt. Aber Gott gibt uns keine Steine, wenn wir ihn um Brot bitten. Meine Erfahrung und Überzeugung ist, daß die innere Begegnung mit Gott so sein kann, daß es schwierig bis unmöglich ist, sie für andere in Worte zu fassen. Ein Beispiel ist, daß Saulus vor Damaskus ein großes Licht sieht, Christus begegnet, blind wird, sein Leben ändert und vom Verfolger der Urgemeinde zum Völkerapostel wird. Ich würde eine solche Theopanie auch nicht auschließlich als ein inneres Erlebnis, eines in der Seele und im Gehirn, also wie Glücksgefühle bei einem großen Fußballspiel, erklärt wissen. Es ist eine ebenso unbeschreibbare Begegnung mit einem ebenso unbeschreibbaren Gott, der in allen Dingen ist. Demnach ist Glaubenserfahrung auch eine der Dritten Art, also einer Nichtmenschlichen. Ähnliches und stärkeres berichten auch Menschen mit Nahtoderfahrungen, die sie zugeben überhaupt nicht adäquat in Worte fassen zu können,. Es sind manchmal auch ganz einfache Geschehnisse, die fast wie zufällig eintreffen, aber hundertprozentig das Ergebnis eines Stoßgebetes sind. Oder offensichtlich träumt jemand, es stehe einer an seinem Bett und sage ihm, er solle morgen seine Ärztin aufsuchen – er habe eine schlimme Erkrankung. Ergebnis: Tumor an der Niere, völlig symthomfrei und die noch halbgutartige Geschwulst wird in einer 6stündigen Operation entfernt. Allerdings denke ich, und dies ist auch unsere geistliche Verantwortung: Wir dürfen Gott und seinen Geist nicht als eine geistliche Tankstelle verstehen, an der jeder sich im Rahmen kausaler Gesetzmäßigkeiten bedient, und in der die Ursache (das Gebet) eine Wirkung erfährt als Gebetserhörung. Es geht auch um die Ernsthaftigkeit einer Jesusnachfolge, daß die ganze Woche ein Gottesdienst sein darf, etwa auch die Bergpredigt im Leben eine Rolle spielen sollte und daß man der völlig kosten- und voraussetzungslosen Liebe Gottes auch in seinem Leben mit Dankbarkeit antwortet.. Wir tun das Gute, verwirklichen unsere Ethik, nicht als Bezahlung für einen späteren Platz im Himmel, sondern weil wir Jesus als den Gott mit uns wirklich lieben.
    Gott funktioniert nicht, aber wir haben wie alle Menschen das Privileg, Geist aus seinem Geist zu sein. Wenn ich dann noch ein fröhlicher Christ bin und den Balken versuche immer zuerst aus meinem Auge zu ziehen, bevor ich andere kritisiere, dann dürfte ich auf dem richtigen Weg sein. Immer unter der Voraussetzung: Vor Gott stehe ich immer mit leeren Hände, die er füllen will. Das Schwierigste in einem Glaubensleben ist, auch ein wenig stille Zeit dem Tag abzuknapsen und wirklich das Gebet zu suchen. Zur Liebe gehört immer die Kommunkation, Es reicht nicht sich ein Kreuz an die Wand zu hängen. Der Schöpfer aller Dinge ist nicht autoritär, er bestimmt nicht alles vor, wir sind keine Marionetten, sondern wir dürfen uns alle nur immer freiwillig für ihn entscheiden. Eine christliche Praxis, die nicht der Prämisse der Freiwilligkeit folgt, ist das Gegenteil von sich selbst. Ich glaube, daß Gott keine Launen hat und uns nicht mit Krankheiten und Katastrophen bestraft. Er führt uns auch nicht in der Versuchung, denn Liebe kann nicht Menschen auf den Prüfstand stellen und ihre geistliche Sollbruchstelle erkunden. Niemand würde einen geliebten Menschen über ein Hochseil gehen lassen um auszutesten, ob sie oder er das aushält. Stattdessen führt er uns auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn wir abstürzen, sucht er uns wie das verlorene Schaf.

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