Greta Thunberg Klimawandel
Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg demonstriert vor dem Reichstag in Stockholm für mehr Klimaschutz mit einem Plakat "skolstrejk for klimatet" (Schulstreik für das Klima). (Foto: Steffen Trumpf/dpa)
Vor einem Jahr kannte kaum jemand Greta Thunberg. Inzwischen ist die 16-jährige Schwedin durch ihren Einsatz für den Klimaschutz weltbekannt. Ist es wie ein Kampf des kleinen David gegen den Riesen Goliath? Ein Gastkommentar von Bernd Hehner.

Greta Thunberg erfuhr nach eigener Darstellung im Alter von acht Jahren in der Schule erstmals etwas über die Erderwärmung. Daraufhin begann sie, in ihrem Elternhaus konsequent nicht benötigte Lampen auszuschalten. Im vergangenen Jahr protestierte sie mit einem Schulstreik für mehr Klimabewusstsein und Umweltschutz. Zunächst alleine, dann gemeinsam mit anderen jungen Schweden. Dadurch wurde sie weit über Schweden hinaus bekannt. Im Dezember letzten Jahres waren weltweit schon 20.000 Schüler in 270 Städten für den Erhalt der Schöpfung auf den Beinen. Greta wurde vom Time-Magazin in die Liste der bedeutendsten Teenager 2018 aufgenommen. Im Dezember 2018 sprach sie vor der UNO-Klimakonferenz in Kattowice/Polen, im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Auch in Deutschland waren kürzlich alleine in München 800 Mädchen und Jungen bei klirrender Kälte stundenlang unterwegs. Lehrer/innen äußerten sich meist zustimmend, Kultusbeamte eher freundlich ablehnend, aber die Motivlage zieht kaum jemand in Zweifel. Gretas Eltern unterstützen ihre Tochter. Sie selbst verkündet nicht ohne Stolz, dass außer in der Antarktis derzeit überall auf der Welt Jugendliche freitags für die Rettung der Welt und gegen die teilweise hilflose und zerstrittene Staatengemeinschaft protestieren. Da steht dann schon mal bei uns auf einem Plakat „keine Kohle für die Kohle“. Kein Aufstand gegen, sondern für alles.

Die friedliche Revolution, die letztendlich zur Wiedervereinigung in Deutschland führte, begann im Raum der Kirche. Manche meinen, es seien vor allem die Beterinnen und Beter gewesen, die das fast Unmögliches möglich und damit zu einem wirklichen Wunder werden ließen. Man kann sich nur wünschen, dass Parlamente, Politikerinnen und Politiker und die Menschen in den Straßen und Häusern dem Protest junger Menschen wie Greta zusätzlichen Schub verleihen. Auch wenn dabei die Lichter an den Stromfressern kleiner gedreht, das Auto weniger genutzt und die Politiker Entscheidungen treffen müssen, die sie die Wiederwahl kosten könnten. Der Heilige Geist weht manchmal gegen den Zeitgeist.


Bernd Hehner war 40 Jahre lang Verwaltungsmitarbeiter in der Diakonie in Bad Ems und fast ebenso lange ehrenamtlich im Kirchenvorstand seiner Kirchengemeinde tätig.

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8 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Rebellion und Aufruf sich der Schulpflicht zu widersetzen sind keine guten Ratgeber und gefallen dem Schöpfergott dieser Welt nicht.
    Wer sich ernsthaft mit dem Klimaschutz beschäftigen will, kommt um das Wort Gottes nicht herum. Die Bibel ist auch hier ein sehr wichtiger Ratgeber. Elia ist ein starkes Beispiel für den Klimawandel zur damaligen Zeit, die Ursache dafür, war die Gottlosigkeit des Volkes Gottes, dass sie andere Götter verehrt haben und sich von ihrem Gott mehr und mehr abgewendet haben. Sehr viel Parallelen zu heute.
    L.G.

    • Schüler/innen-Demonstrationen für Gottes Schöpfung

      Lieber Martin Dobat, wieso sollen die weltweiten Schüler/innen-Demonstrationen für die Klimarettung eine Rebellion gegen den Schöpfergott sein ? Wer für den Erhaltung der guten Schöpfung Gottes mit legalen Mitteln eintritt, handelt immer richtig.
      Die Inanspruchnahme des Demonstrationsrechtes für eine positive Sache ist keine Rebellion gegen Staat und/oder Gott.
      Friedliche Demonstrationen angeführt von Martin-Luther-King gegen die damalige Rassendiskriminierung kann man aus der Bergporedigt herleiten. Die friedliche Revolution in der damaligen DDR begann mit Friedensgebeten, Kerzen, Gesang und zuletzt mit den verbalen und schriftlichen Aufforderungen zur Gewaltlosigkeit. Daraus wurde am Ende die von niemand für möglichst gehaltene Wiedervereinigung – also einem Wunder. Das Evangelium ist auch politisch. Dass Jesus mit den Sündern und Zöllern gegessen hat, war sein Aufstand gegen die Lieblosigkeit damals. Heute demonstrieren Schulkinder aus der Befürchtung, dass ihre Kinder und Enkel in einer Klimahölle leben sollen. Das einfach hinzunehmen, ist auch sehr lieblos.

      Der Geist Gottes weht wo er will und nicht nur hinter dicken Mauern oder nur in den Gemütern von uns bibelfesten und glaubenstreuen Christen. Als Gott der Geschichte handelt er durch Menschen, die das Richtige tun. Die uns umgebende Natur lässt uns oft vergessen, dass wir ein Teil von ihr sind und die gesamte Natur fremdes (Gottes) Eigentum ist. Es geht daher nie um das Klima alleine, sondern um alle Menschen und die ganze Welt.Wir sollen die Schöpfung pfleglich behandeln

      Natürlich kann man diskutieren, ob man zur Schulzeit demonstrieren muss und damit eigentlich gegen sich selbst streikt. Aber wer allein dies zur großen Generaldiskussion hochstilisieren würde, bediente nur diejenigen, die an keinen menschengemachten Klimawandel glauben oder die hinter jeder friedlichen Demonstration im Sinne eines deutschen Grundrechtes schon linke Verschwörung wittert.

      Im übrigen glaube ich, dass Gott den von uns Menschen verursachten Klimawandel nicht einseitig verhindert, heißt es doch christlich so schön: „Bete und arbeite“ (also tue auch etwas dazu, dass Gott dir hilft). Wollte uns Gott wegen den vielen fremden Göttern bzw.. Götzen der letzten 2000 Jahre verurteilen – angefangen von der Anbetung des Geldes – würden wir längst nicht mehr existieren. Gott ist Liebe und dies hat er mit dem Kreuz von Golgatha ein für alle mal klargestellt. Die Liebe zu Gott und seiner wundervollen Natur sollte uns doch die innere Freiheit geben, auf unsere Erwachsenenart für die Rettung des Klimas deutlichst Stellung zu nehmen. Also: Bete und arbeite. Dann tut Gott das seine dazu. Gott befohlen !

  2. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wegen des Klimas auf die Straße zu gehen. Für fragwürdig halte ich allerdings, deswegen die Schule zu schwänzen. Das könnten dann nämlich, provokant gesagt, auch die Anhänger von „Demo für alle“ oder gar „Pegida“ für sich beanspruchen, was garantiert nicht auf ein derart wohlwollendes Medienecho stoßen würde.

  3. Also ein schwedisches Mädchen schwänzt die Schule und protestiert gegen den Klimawandel. Das nehmen sich weltweit Schüler zum Vorbild und schwänzen ebenfalls die Schule um gegen den Klimawandel zu protestieren. Je nachdem, ob Schulpflicht in den Ländern existiert, ist das entweder so eine Art ziviler Ungehorsam oder auch nicht.

    So weit so gut. Einerseits fragt man sich: könnten die Schüler nicht auch in ihrer Freizeit protestieren? Andererseits wären sie vielleicht weniger in den Medien, wenn sie nicht Schule schwänzen würden. Kann man sehen wie man möchte.

    Und dann nimmt der Artikel einen Schwenk….der Autor ist plötzlich in der Vergangenheit und bei den Demos der sterbenden DDR, mit (wir sind ja auf einer christlichen HP) Bezug zur Kirche.

    Warum das jetzt genannt wird….außer, dass jedes Mal Menschen demonstrieren, erschließt sich mir nicht. Mir ist weder bekannt, dass die Schwedin das ganze aus christlicher Überzeugung macht, noch dass die Kirchen hier besonders dazu aufrufen die Schule zu schwänzen und demonstrieren zu gehen. Eigentlich wüsste ich gar nicht, dass die Kirchen irgendwas damit zu tun haben oder sozusagen die Keimzelle des Ganzen wären.

    Und dann wird noch der Heilige Geist ins Spiel gebracht….warum auch immer.

    Der Artikel erscheint mir da sehr konstruiert….in Schwede demonstriert ein Mädchen, sie inspiriert weltweit andere Jugendliche und nu , zur Umkehr ruft, lehrt, tröstet etc..?

    Auch wenn man positiv zum Anliegen der Jugendlichen steht: ich sehe nicht, dass irgendjemand von ihnen durch die Demos mehr über Gott nachdenkt oder irgendjemand dadurch Christus als Herrn bekennen würde.

    Man muss nicht aus allem etwas machen, was kirchlich oder explizit christlich ist oder von Gott initiiert wurde….manchmal ist eine Jugendliche mit einem besonderen Anliegen einfach nur eine Jugendliche mit einem besonderen Anliegen.

    • Liebe Ursula, Gott handelt auch durch Menschen, die etwas besonderes – also etwa für die Schöpfung – tun. Sonst wäre er kein Gott der Geschichte. Der Heilige Geist weht eben nicht nur in den Köpfen von Christen, sondern dort wo er will.

      • Christlicher Klimaprotest als Antwort auf Schülerproteste

        Eine erste Maßnahme von uns Christinnen und Christen (Kirchen) könnte sein, dass einmal in der Woche zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt alle Kirchenglocken läuten und die Politik ermahnen, mehr zu tun.

        Vorstellbar wäre auch, zu einem geeigneten Zeitpunkt eine ökumenisch-christliche Bewegung ins Leben zu rufen, die droht: Wir werden nicht zur Wahl gehen – und unsere Bürgerpfliicht nicht mehr erfüllen – wenn nicht gravierendere Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe erfolgen. Sinnvoll wäre natürlich, diese Maßnahmen konkret zu benennen. Dazu muss man persönlich konfliktbereit sein. Ich halte viel von Gebeten und entsprechenden Gottesdiensten, aber sie müssen in der Summe durch jeweils zwei Beine auf die Straße gebracht werden.

  4. Treuwerter Herr Hehner!
    Ich bin überzeugt, dass ihr Ansatz, alle Weltverbesserungsbemühungen seien vom Heiligen Geist gewirkt, völlig an dem Thema in Bezug auf das Handeln Gottes vorbei geht, was die aus dem Zusammenhang gerissene Aussage Christi über das „Wehen“ des Heiligen Geistes anlangt. Johannes 3,8
    Aus ihren Äußerungen zum Wirken des Heiligen Geistes (weht wo und bei wem er will) entnehme ich, dass sie Folgenden, in der Christenheit weit verbreiteten, Irrtümern aufgesessen sind:
    – Alle sind Sünder und alle, alle kommen in den Himmel (Karnevalslied)
    – da der Herr Jesus für die Sünden aller Menschen gestorben sei
    – und deshalb wären alle Menschen Kinder Gottes
    – mithin kann der Geist Gottes in jedem Menschen wirken
    – was auch immer Menschen tun, um „Menschenrechte“ einzufordern und dabei auch Veränderungen erreichten, sei folglich ein „Wehen des Heiligen Geistes“, ein „Wunder“.
    Die Frage ist, was sagt die Bibel, was der Heilige Geist dazu, wer er ist und was er tut bzw. nicht tut?
    – Der Heilige Geist ist Gott
    – durch den Heiligen Geist wird in jedem bußfertig zu Gott umgekehrten Sünder eine Neugeburt durch Glaubensgehorsam an den Kreuzestod Jesus Christus bewirkt
    – im Gegensatz zu ungläubigen Menschen wohnt der Heilige Geist in einem derart gläubigen Menschen, in der Gemeinde und der Gesamtheit der Christenheit
    – in fortdauernder Gemeinschaft des Gläubigen zu Gott, seinem Vater und seinem Herrn Jesus wird er in der Erkenntnis der Herrlichkeit der Person Christi und dessen Wesensart mehr und mehr durch den Heiligen Geist mittels des Wortes Gottes in das Bild Christi umgestaltet
    – was die ungläubige Welt anlangt wird diese vom Heiligen Geist überführt von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. „Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; … von Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“
    Ich frage mich nun allen Ernstes, wo wehte oder weht der Heilige Geist beim, aus der Panikmache des staatlichen Erziehungssystems erwachsenen, weltweiten Kinderkreuzzug gegen das anthroposophische Klima (Arm gegen Reich), angeblich für eine schnellere politische Handlung für „Klimaschutz“ durch die allein verantwortlich gemachten Politiker?
    Wo bei der gesetzlichen Änderung der Rassengesetze in den USA; bei der ebenso gesetzlichen Abschaffung der Apartheid in Südafrika; oder bei der Staatsgründung Israels; oder dem politischen Zusammenschluss von „besser“-BRD mit „jammer“-Ossis war der Heilige Geist beteiligt? Ein „Wunder“ das die DDR bankrott war und die Sowjets diese nicht mehr stützen konnten? Durch „Gebet“? Oder Abstimmung mit den Füßen durch „Republikflucht“? Das da auch immer ein paar ideologisch/politisch orientierte „Christen“ mitmischten ist unverkennbar. Mal abgesehen von all den „guten Weltverbesserungs-Werken“ aus liberalen/humanitären usw. Bemühungen ohne christliche Basis. Und dazu noch unter christlicher Flagge segelnde Volkskirchenaktivitäten. Wo Heiliger Geist? Der Auslöser und Beherrscher dieser menschlichen Aktivitäten wird durch den Fürsten der Welt forciert.
    Wahr ist, dass ein Aufruf zur „Bewahrung der Schöpfung“ ein Affront gegen Gott ist. Seit Adams und Evas Vertreibung aus dem Garten Eden steht diese Welt unter dem Fluch. Erst die Wiederkunft Christi wird alles ändern. Römer 8,18-22 Christen sind keine Weltverbesserer. Sie leben aber nach dem Wort Gottes unter Wirkung des Heiligen Geistes in Verantwortung im Gebrauch der anvertrauten weltlichen Güter zum Segen für die Mitmenschen. 1. Korinther 7,31; 1. Timotheus 6,8; Johannes 6,12
    Das wird, zugegebener Maßen, den Ausstoß an Treibhausgasen und die Erhöhung der Durchschnittstemperaturen (Klimawandel und Folgen) und die Ausbeutung dieser armen Erde nicht stoppen. Aber wir sehen dem Eingreifen Gottes entgegen. Offenbarung 16,9 Das Gott den heutigen Raubbau der Menschheit an seiner „sehr guten“ Schöpfung scheinbar tatenlos zusieht wird aber auch bald zum Gericht über eine gottlose Menschheit führen.
    Meine Forderung: Bringt die Wahrheit ans Licht, vor allem: verschreckt nicht weiter unsere Kinder. Gebt ihnen den einen Lösungsweg. Sagt ihnen die gute Botschaft des Heils in Christo. Nur hier ist Heilung, hier ist Zukunft, hier ist Leben, für jeden, auch und gerade für unsere Kinder. Christen haben keine Zukunftsängste, die sie auf die Straße treibt. Es sei denn um Menschen einzuladen zu Jesus zu kommen.

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