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Der britische Physiker Stephen Hawking (71) hat die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe für todkranke Menschen gefordert. Es dürfe jedoch niemand zum Sterben gedrängt werden.

 In einem am Dienstag verbreiteten Interview mit dem britischen Sender BBC sagte er: "Ich denke, diejenigen, die eine Krankheit im Endstadium und schlimme Schmerzen haben, sollten das Recht bekommen, ihr Leben zu beenden." Menschen, die sie dabei unterstützen, sollten nicht verurteilt werden, sagte der Astrophysiker.

 Die BBC zeigte das Interview im Vorfeld eines Films über das Leben Hawkings, der in dieser Woche in die britischen Kinos kommt. Darin spricht Hawking auch ausführlich über seine Behinderung. Seit 1963 hat Hawking eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Er sitzt im Rollstuhl, seit 1985 verlor er bei einer Notoperation die Stimme und kann sich seitdem nur mit Hilfe eines Sprachcomputers verständigen.

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 Hawking sagte, wenn man eine Behinderung habe, sollte man sich auf das konzentrieren, was man kann, und nicht das bedauern, was man nicht kann. "Meine Behinderung hat mir den Raum gegeben zu forschen statt in langweiligen Ausschüssen zu sitzen", sagte er. Außerdem habe ihm sein Humor sehr geholfen.

(Quelle: epd)