Grüne in NRW wollen Philosophieunterricht für konfessionslose Grundschüler

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Die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen Philosophie als Ersatzfach für konfessionslose Kinder an Grundschulen etablieren. „Es ist wichtig, allen Kindern ein Angebot zu machen, das sich mit Sinn- und Wertefragen beschäftigt“, so die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer.
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„Der Philosophieunterricht soll keine Konkurrenz zum Religionsunterricht sein, sondern als Angebot daneben stehen“, betonte Beer, die auch nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen ist. Es gehe darum, humanitäre und demokratische Werte zu vermitteln und eine gemeinsame Grundhaltung in der Gesellschaft zu finden.

Sigrid Beer (Foto: Grüne NRW)

Für das Fach, das den Arbeitstitel „Philosophieren mit Kindern“ tragen soll, hat der Münsteraner Philosophieprofessor Klaus Blesenkemper einen Lehrplan entworfen. Während an vielen weiterführenden Schulen Philosophie als Alternative zum Religionsunterricht bereits angeboten wird, fehlt bislang ein solches Ersatzfach an Grundschulen in NRW. Konfessionslose Kinder besuchen teils den Religionsunterricht. Wer davon abgemeldet ist, hat in der Regel beaufsichtigte Freistunden. Das sei ein „struktureller Unterrichtsausfall“, sagte Blesenkemper.

Der Anteil konfessionsloser Kinder an Grundschulen lag im Schuljahr 2015/16 bei 18,4 Prozent, während 35,2 Prozent der Jungen und Mädchen katholisch, 23,3 Prozent evangelisch und 17,2 Prozent muslimisch waren.

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Aha, damit man den Kindern ganz offiziell die Gendertheorie auch noch da indoktinieren kann?

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