«Gesunde Kinder weltweit» hat World Vision als Schwerpunkt seiner Arbeit für die nächsten Jahre gewählt. Denn immer noch sterben jährlich fast neun Millionen Jungen und Mädchen vor ihrem fünften Geburtstag. Oft sind die Ursachen vermeidbaren Krankheiten, mangelnde Hygiene oder Hunger.

 Die langfristige Arbeit für bessere Lebensverhältnisse steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt des christlichen Hilfswerks. Am 26. November feiert der deutsche Zweig von World Vision sein 30-jähriges Bestehen. Sitz der Zentrale ist das hessische Friedrichsdorf. Dort betreuen rund 135 Mitarbeiter Entwicklungsprojekte in 49 Ländern.

 Die Wirtschaftskrise macht auch vor World Vision nicht halt. Nach kräftigem Aufwärtstrend stagnieren nun die Spenden. Im vergangenen Jahr gingen rund 63 Millionen Euro ein. Zusammen mit öffentlichen Zuschüssen und sonstigen Erträgen summierten sich die Einnahmen auf 80 Millionen Euro. Rund 150.000 Kinderpatenschaften betreut World Vision in Deutschland und sieht darin ein erfolgreiches Konzept, Dauerspender zu gewinnen. Minimum sind 30 Euro pro Monat.

 World Vision versteht sich als überkonfessionelles Hilfswerk. Die Mitarbeiter sind christlich motiviert, verstehen Helfen als praktische Nächstenliebe. Dem Vorwurf in der Vergangenheit, die Organisation betreibe unter dem Deckmantel von Entwicklungshilfe Mission, trat die Zentrale mit Richtlinien entgegen: Die Helfer sollen den christlichen Glauben leben, aber nicht missionieren.

 International existiert World Vision mit Zentrale in Kalifornien seit 1950. Gründer ist der US-Journalist Bob Pierce, den im Korea-Krieg das Los der Waisenkinder bewegte. Weltweit wirbt die Organisation 2,6 Milliarden US-Dollar pro Jahr ein und beschäftigt 40.000 Mitarbeiter.

(Quelle: epd)