Honeckers Asyl in Lobetal: „Ich würde es wieder tun“ (Deutschlandfunk Kultur)

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Symbolbild (Foto: Mick Haupt / unsplash)
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In den letzten Tagen der DDR gewährte der damalige Pfarrer Lobetals, Uwe Holmer, Erich und Margot Honecker Asyl in seinem Pfarrhaus. Sie fanden Zuflucht, ausgerechnet bei der Kirche, die das SED-Regime so sehr bekämpft hatte. Und Holmer sagt heute: Er würde es wieder tun. Auch andere Zeitzeugen erinnern sich im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur an diesen ungewöhnlichen Aufenthalt Honeckers vor mehr als 30 Jahren, der Lobetal in Aufruhr versetzte.

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3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das ist schon ein starkes Zeugnis und eine Demütigung für jemanden, der Christen Repressalien ausgesetzt hatte. Im Grunde eine Geschichte wie man sie in der Bibel finden könnte. Dank sei Gott.

  2. Zu Lobetal fällt mir noch eine Fortsetzung ein, die Pastor Holmer mal im ERF erwähnte:

    Nach der Wiedervereinigung stand die Zukunft der Pflegeinrichtung in Lobetal auf dem Spiel, da mit den neuen Vorschriften „aus dem Westen“ plötzlich viel Sanierungsbedarf bestand. Lobetal wollte staatliche Förderung der Sanierung – und Holmer merkte bald, dass der zuständige Sacharbeiter der Kirche nicht besonders zugetan war und Lobetal am liebsten geschlossen hätte.

    Holmer hat für die Situation gebetet und bekam die Anweisung, eine Sanierungsplan über eine bestimmte Summe aufzustellen, es war eine „krumme“ Zahl (x,y Millionen, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, x niedrig zweistellig). Beim entscheidenden Gespräch am nächsten Tag fragte Holmer den Sachbearbeiter, wie viel Geld denn maximal für eine Sanierung zur Verfügung stehen würde. Der Wessi nannte exakt diese Zahl, so dass Holmer nur noch den inzwischen erstellten Plan über diese Summe auf den Tisch legen brauchte.

    Die Anstalten stehen heute noch.

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