Ilse Roennpagel: „Mein Leben als Urwaldhebamme“

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Schwester Ilse Roennpagel war eine Diakonissen mit Leib und Seele. Von 1955 bis 1993 war sie als Missionarin und Hebamme für die Marburger Mission in Brasilien tätig. So lauten die Eckdaten eines erfüllten Lebens.

In vielen Episoden schildert Schwester Ilse den Alltag in Brasilien und gibt uns damit auch Einblick in eine längst vergangene Zeit: Im Juli war Winter und die Türklinken mußte man hochziehen und nicht drücken. Ihren selbstgebackenen Mohnkuchen lehnte man dankend ab, weil man dachte, sie habe alle Flöhe aus ihrem Haus darin verarbeitet.

In vielen Geschichten wird aber auch sehr deutlich, daß Schwester Ilse nicht nur als Hebamme gebraucht wurde, sondern auch als Ärztin, Taxi, Schneiderin, Gärtner, Streitschlichter …

Wenn sie nachts in eine Hütte gerufen wurde, um eine Frau zu entbinden und manche Gerüche von Kleinvieh dabei zu ertragen hatte und nur flackernder Kerzenschein den düsteren Raum etwas erhellte, flehte sie Gott um Hilfe und Weisheit. Und Gott griff immer wieder ein und so wurde ihr Buch ein beredtes Zeugnis dafür, daß sie nicht nur vielen Babys ins Leben gezeigt hat, sondern auch sehr vielen Menschen den Weg ins ewige Leben weisen durfte.

Bis zu ihrem Tod im Jahre 2016 hielt die „Mae do Povo“ (Mutter des Volkes) Kontakt zu vielen Kindern, denen sie zum Start ins Leben half.

Von Ingrid Bendel

Verlag: Francke
ISBN: 978-3-86827-700-5
Seitenzahl: 240
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