Arzt impft einen älteren Mann
Impfung (Symbolbild bymuratdeniz / E+ / GettyImages)
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Kirchen und andere Religionsgemeinschaften in die Werbekampagne für Corona-Schutzimpfungen einbeziehen. Spahn verwies am Donnerstag in Berlin auf eine Kampagne unter anderen mit Fußballern und Schauspielerinnen, die – angelehnt an den Begriff „Influencer“ in sozialen Netzwerken – als „Impfluencer“ für die Immunisierung werben sollen. Er wolle auch mit den Religionsgemeinschaften darüber reden, ob und in welcher Weise sie bereit sind, dabei mitzumachen.

Spahn sagte, Informationen spielten eine zentrale Rolle bei der Impfkampagne. Das gelte auch für die Debatte um Impfungen in sozialen Brennpunkten. Spahn sicherte dabei zu, der Bund sei bereit, mobile an den Impfzentren angedockte Strukturen mitzufinanzieren. Die richtige Kampagne für „Essen, Leipzig oder Offenbach“ könne er aber nicht vom Bund aus organisieren.

17 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ich habe nicht den Eindruck, dass das Problem darin besteht, dass die Leute sich nicht impfen lassen wollen. Die allermeisten wollen doch und warten geduldig, bis sie dran sind.

    Was allenfalls hilfreich wäre, wäre die Menschen und die Hausarztpraxen bei der Terminvereinbarung zu unterstützen. Da ist organisatorisch noch Luft nach oben.

  2. Ich hoffe sehr, daß die Kirchen dabei nicht mitmachen , das würde die Spaltungen innerhalb der Kirchen weiter beleben.
    Überhaupt wäre wichtig an der Basis zu fragen wie es Gemeinden Christen innerhalb der Kirchen im Moment geht, was sie kongret erleben.

  3. ich finde es problematisch, wenn nun die Kirchen vor den Karren der Regierung gespannt wird. Dass sich Einzelpersonen für die Impfkampagne gewinnen lassen, ist nachvollziehbar. Die Kirchen sind in diesem derzeit sehr sensiblen Feld gut beraten, wenn Sie sich nicht dafür oder dagegen aussprechen. Wir haben genug Spaltung im Land. Dieser Riß muss dann nicht auch noch durch die Kirchen gehen.

    • Lieber Christian Glage,

      ich kann wohl – möglicherweise aufgrund meines fortgeschrittenen Alters – insbesondere Ihr Argument überhaupt nicht nachvollziehen. Es soll ja meine Kirche nicht vor den Karren der Regierung gespannt werden, sondern lediglich darum gebeten werden, für ein Impfen möglichst vieler Menschen zu werben. Das Evangelium fordert nicht zum Impfen auf, deshalb steht es auch nicht in der Bibel. Aber für Christ*innen geht der Gottesdienst am Montag weiter: Beim Autofahren, auch beim Anschnallen, mit einem freundlichen Umgang mit den Mitmenschen – und auch eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse anzuerkennen. Etwa dass Impfungen definitiv Leben retten, schweres Leiden verhindert, aber auch viele Insolvenzen und dass nach dem Krise nicht alles in Schutt und Asche liegt. Warum soll der freundliche Vorschlag von und in Kirchen, sich impfen zu lassen, hier einen Riss erzeugen ? Das Evangelium gibt es nicht chemisch rein, sondern es hat immer etwas damit zu tun, was wir tun oder lieben lassen möchten. Wieso soll Nächstenliebe die Christen, Kirchen und Religionsgemeinschaften spalten ? Es gibt aber auch einen faulen Frieden: Nichts mitzutun, unauffällig zu sein oder sich hinter Mauern zu verstecken bis alles vorüber ist. Wollen wir solche Kirchen ? Ich denke, dies ist auch nicht so. Es geschieht ganz viel und es wird auch fleißig gegen die Pandemie angebetet. Aber man kann nicht beten und den Mund halten. Übrigens: Es soll ja niemand zu irgend etwas genötigt werden. Zu Heidrun wäre zu sagen, dass Herr Spahn, ein Großteil der politischen Ebene und viele Bürger*innen zumindest indirekt in die Verbreitung des Evangeliums involviert sind: Sie arbeiten sich Tag und Nacht ab, für die Stadt bestes zu finden und dass niemand auf der Intensivstation ersticken muss. Wenn dass mit Gott nichts zu tun hat, dann habe ich einen anderen. Alle Menschen guten Willens in Pandemiezeiten arbeiten sich an einem Zipfel Bergpredigt ab. Eindrücklich hat mich die Schilderung eines ITS-Mitarbeiters überzeugt, wie schlimm es ist das derzeitige geballte Elend zu erleben. Etwa fast täglich Menschen in Leichensäcke zu packen. Solches hier zu schreiben muss man aushalten, auch wenn es spalten sollte.

  4. Was würde Herr Spahn sagen, wenn die Kirchen das Gesundheitsministeriums in die Verbreitung des Evangelium einbeziehen wollten.

  5. Gesundheitsminister Spahn wünscht, dass Kirchen dringend für Corona-Impfungen werben

    Die Kirchen und Religionsgemeinschaften in die Werbung für Corona-Schutzimpfungen einzubeziehen, finde ich eine sehr gute Idee. Was ich hier als Einzelperson im Netz tun kann, geschieht bereits. Es geht immerhin um Menschenleben und ein Ende der Pandemie in unserem Land in einer überschaubaren Zeit zu erreichen. Auch bei längerem Nachdenken ist mir allerdings kein einziger Grund eingefallen, der dagegen sprechen würde. Denn damit würden sich (möglichst) alle Kirchen und Religionsgemeinschaften einer deutlichen Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung anschließen, die klar in Vergangenheit und Gegenwart auch starke Maßnahmen forderte und neben flankierenden Methoden wie eine Teststrategie vor allem will, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, um die dritte Welle zu brechen.

    Also: Schreibt an eure Religionsdiener, Kirchengemeinden, Kirchenpräsidenten, Bischöfen und wer sonst dies immer auch befördern könnte. Damit würde man das gute Anliegen des Gesundheitsministers zusätzlich unterstützen. Es wäre etwas praktisches, sehr unkompliziertes und zudem unidiologisch. Außerdem ist es praktizierte Nächstenliebe. Es macht anstelle einer solchen Aktion wenig Sinn und wäre nur Zeitverschwendung, die Regierung oder die sie tragenden und nichttragenden Parteien unangemessen zu kritisieren: Denn die Art dieser weltweiten Katastrophe macht es praktisch unmöglich, fehlerfrei zu sein. Außerdem würde die „Aktion Impfung“ einen Kontrapunkt setzen gegen die immense Spaltung unserer Gesellschaft. Denn Spaltung geschieht fortlaufend und verstärkt dort, wo frühzeitige Öffnungen bei noch hohen Erkrankungszahlen erfolgen, oder auch das Streuen von Sand in das Räderwerk der Pandemiebekämpfung geschieht, oder Öl auf den heißen Frust der Kontaktgeschädigten gegossen wird. Dann gibt es den berühmten Yo-Yo-Effekt, indem die Erkrankungsrate wieder hochgeht und ein Teufelskreis entsteht. Dies treibt uns dann leider immer von Pandemiewelle zu Pandemiewelle sowie auch viele Unternehmungen in den Ruin. Dabei ist diese weltweite Katastrophe auch keinesfalls vorbei, wenn es uns wieder einigermaßen gut geht. In Indien müssen 1,3 Milliarden Menschen immunisiert werden – und dies ist fast schon unmöglich.
    Es gibt keinen anderen Königsweg, aber einen möglichen anstrengenden Kraftakt, die gesamte deutsche Bevölkerung zu immunisieren. Nur wenn die Erkrankungsrate Richtung Null sinkt, wird sich auch das explosive Gemisch aus Reichsbürgern, Verschwörungstheorien, geistlosem Wahlkampfgetöse mit einer Instrumentalisierung der Pandemie als Wahlhelfer, sowie die allgemeine Krisenmüdigkeit bald legen. Ist das Feuer einmal ausgetreten, muss man lediglich gut darauf achten, dass geistig-verbaler Funkenflug nicht wieder anzündet, was sich befrieden möchte. In meiner Bibel steht nicht, Christ*innen hätten immer neutral zu sein und dürften in die Speichen des Rades bei Gefahr für Leib und Leben nicht eingreifen. Positive Religion ist kein abseitiges Gedankengeschäft, sondern die Ärmel hoch zu krempeln, eine Meinung zu vertreten und den immer jederzeit vorhandenen zahlreichen Bedenkenträger die kalte Schulter zu zeigen. Der Himmel will unser Tun, nicht um die Impfunwilligen zu nötigen, sondern im Namen der Menschlichkeit baldmöglichst zu bitten, an der Schaffung von Herdenimmunität mitzuwirken. Die Helden der Zukunft sind die Helfer*innen an den Krankenbetten und die Verzichtbereiten.

    Es ist allerlei Sprengstoff in der Luft, weil ein Superwahljahr ist und man den nachvollziehbaren Pandemiemüden nach dem Mund redet um Wählerstimmen zu erhalten. Ein (einfältiger?) Mensch würde das für politisch unanständig halten. Es nutzt wenig, wenn wir im Oktober oder November eine neue Bundesregierung haben, aber bis dahin wertvolles Porzellan zu Bruch gegangen ist. Damit tun wir auch den Beschäftigten, die jeden Tag Menschen in Leichensäcke heben, oder all jenen die weiterhin im künstlichen Koma um ihr Weiterleben kämpfen und ihren Angehörigen, einen ganz schlimmen Bärendienst.

  6. Ich bin nicht dafür, die Kirchen jetzt auch noch in die Impfkampagne einzuspannen und die Menschen weiter zu spalten! Wer sich Impfen lassen will, der kann es tun, da gibt es schon genug Anlaufstellen und Möglichkeiten!

    Ich habe generell auch nichts gegen Impfungen. Doch sollte man sich einige Punkte diesbezüglich vor Augen halten:

    1. Der jetzige Impfstoff besitzt nur eine Notzulassung: Haften tut da niemand, falls Nebenwirkungen auftreten
    2. Ein Impfstoff zu entwickeln dauert Jahre. Der schnellstmöglich entwickelte Impfstoff dauerte 4,5 Jahre. In der Regel dauert die Entwicklung aber 8-10 Jahre. Und nun wollen sie den Impfstoff in nicht mal einem Jahr entwickelt haben?
    3. Es ist ein neuartiger Impfstoff, den es so noch nie gegeben hat. Die Auswirkungen und Langzeitnebenwirkungen auf den Menschen sind nicht bekannt. Kann gut gehen, aber kann auch böse ins Auge gehen!

    Mein Fazit: Jeder muss selber entscheiden, ob er sich impfen lässt! Er muss aber dann auch mit den möglichen Folgen, die der Impfstoff verursachen wird leben! Namhafte Wissenschaftler warnen übrigens vor der Impfung -> und dies sind keine Impfgegner, werden aber als Verschwörungstheoretiker diffamiert, anstatt eine öffentliche Diskussion oder Debatte zu führen!

    Es gibt aber ein Virus das gefährlicher und tödlicher ist, als das Coronavirus. Das schlimme ist, das wir alle mit diesem Virus Infiziert sind. Die Bibel nennt dieses tödliche Virus: „Sünde“. Sie bringt uns alle um, und die Folge der Seuche ist die ewige Verdammnis. Sie zieht den Zorn Gottes auf uns!
    Doch es gibt ein Gegenmittel für diese Seuche: Joh.3,36: Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

    Darauf sollten sich die Kirchen konzentrieren, um die Menschen vor dem tödlichsten Virus zu warnen und auf das Gegenmittel hinzuweisen!

    • Sehr geehrter Herr Daniel K. ich kann Ihnen da nur zustimmen in allem was Sie sagen. Es ist eine schwere Entscheidung, die jeder Mensch momentan für sich treffen muss, weil er, wie Sie schon sagten mit allen möglichen Folgen selbstverantwortlich da steht!
      Und egal, ob wir nun an einer Infektion sterben, an den Folgen einer Impfung und oder einfach nur so. Wenn wir an Jesus glauben können wir nicht verloren gehen und das ist die wichtigste Information, die der Mensch gehört haben sollte, solange er hier auf dieser Erde weilt!

    • > Haften tut da niemand, falls Nebenwirkungen auftreten

      Das ist falsch. Nach § 60 Infektionsschutzgesetz haftet der Staat
      Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/haftungimpfschaden-101.html

      > Namhafte Wissenschaftler warnen übrigens vor der Impfung
      Relativ wenig (teilweise auch sehr zweifelhafte) und vom Fach dürften die wenigsten sein. Ein paar gibt es halt immer. Breiter Konsens in der Wissenschaft, insbesondere der Fachwissenschaft ist hingegen der Nutzen von Impfungen, auch gegen Corona.

      Und die Bibel wird nicht gegen das Coronavirus helfen (wie schon einige Gemeinden, die sich über die Vorschriften hinweg gesetzt haben, lernen mussten) , eine Impfung hingegen schon.

  7. Wenn sich Kirchen darauf einlassen, sind sie nichts anderes als ein Werkzeug des Staates… mundtot… Mitläufer… Schuldige … da sie diesen „Bürgerkrieg“ unterstützen… gleich zu setzen mit der Welt.
    Jesus sagt aber eindeutig:
    „ Seid nun nicht einförmig mit der Welt!“

    Vielen Dank an Daniel K. Ich kann Ihnen nur zustimmen!

    [Es ist legitim, diesen Vorschlag positiv oder negativ zu sehen. Allerdings erschließt sich uns nicht, warum die Kirchen dadurch zum „Werkzeug des Staates“ würden. Es geht hier um unsere Gesundheit, darum, Aufmerksamkeit für die Impfungen zu generieren, um Corona in den Griff zu bekommen und Menschenleben zu schützen. Das Wort „Bürgerkrieg“ ist in diesem Zusammenhang deplatziert. / MfG, das Jesus.de-Team]

  8. > (Spahn) „Die richtige Kampagne für „Essen, Leipzig oder Offenbach“ könne er aber nicht vom Bund aus organisieren.“

    Nächste Woche ist ökumenischer Kirchentag in Frankfurt, wenn man bedenkt, dass einer der Veranstaltungsorte (KAP Europa) in „Steinwurfweite“ vom Impfzentrum (Messe|Festhalle Frankfurt) entfernt ist, lässt sich vielleicht was machen. Genug ungeimpfte Christen wird’s schon geben.

  9. [Es ist legitim, diesen Vorschlag positiv oder negativ zu sehen. Allerdings erschließt sich uns nicht, warum die Kirchen dadurch zum „Werkzeug des Staates“ würden. Es geht hier um unsere Gesundheit, darum, Aufmerksamkeit für die Impfungen zu generieren, um Corona in den Griff zu bekommen und Menschenleben zu schützen. Das Wort „Bürgerkrieg“ ist in diesem Zusammenhang deplatziert. / MfG, das Jesus.de-Team]

    Zu Jesus.de-Team.
    Natürlich machen wir uns zum Werkzeug des Staates. Schließlich sollen wir der Aufforderung des Gesundheitsminister folgen und nicht der Aufforderung der Kirchen- oder Gemeindemitglieder! Es werden nicht die Christen befragt, sondern es wird auf den Staat gehört.
    Also, wenn wir nur auf den Gesundheitsminister hören, machen wir uns zum Werkzeug des Staates – was denn sonst??

    „um Corona in den Griff zu bekommen und Menschenleben zu schützen“
    Ja, ja, ist klar. 98% der Infizierten haben durch Corona grippale Symptome oder nichts – wer soll da geschützt werden?

    MfG

    • Geschützt? Wir wissen nicht, ob Sie einen Menschen durch Corona verloren haben. Oder jemand schwer erkrankt war. Wir kennen solche Menschen. Schützen? Neben den einzelnen Menschen selbst auch unser Gesundheitssystem – vor Überlastung. Wir kennen Intensivpersonal, das seit Monaten am Anschlag arbeitet Der Blick in andere Länder zeigt mehr als deutlich, wie übel das werden kann. Falls Sie das nicht ernst nehmen möchten, bleibt ihnen das unbelassen. Allerdings bitten wir Sie höflich, hier keine Kommentare zu schreiben, in denen Corona verharmlost wird. Danke, MfG, das Jesus.de-Team

      • Jesus.de-Team: „Allerdings bitten wir Sie höflich, hier keine Kommentare zu schreiben, in denen Corona verharmlost wird.“

        Ich verharmlose Corona nicht! 98% der Infizierten haben grippale Symptome oder nichts. Das sind Fakten! Das kann man nachrechnen.

        Und Ihre persönlichen Erfahrungen, sind persönliche Erfahrungen und keine aussagekräftigen Daten oder Argumente auf denen jetzt die KIrchen sich vor den Karren spannen sollen.

        Und natürlich nehme ich Ihre persönlichen Erfahrungen trotzdem ernst.

        Sie müssen es aber auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht impfen werden – aus guten Gründen. Und deswegen bin ich auch entschieden dagegen sind, dass sich die Kirche auf eine moralische Seite stellt.

        Ich verstehe übrigens Ihre Aufforderung „Allerdings bitten wir Sie höflich, hier keine Kommentare zu schreiben, in denen Corona verharmlost wird.“

        eher als Denk- und Meinungsverbot – das steht einer christlichen Plattform nicht gut.
        MfG

        • > Ich verharmlose Corona nicht! 98% der Infizierten haben grippale Symptome oder nichts. Das sind Fakten! Das kann man nachrechnen.

          In der Tat sind 2 % der Erkrankten lebensgefährlich erkrankt. Das wären bei 80 Mio Einwohnern in Deutschland potentielle 1,6 Mio, die in dieser Anzahl nicht intensivmedizinisch behandelt werden könnten. Wir sprechen also über mögliche 1,6 Mio Tote nur in Deutschland. Nur Peanuts, Andreas?
          (von der Gefahr, dass bei derartigen Zahlen mutierte Viren entstehen, siehe Brasilien und Indien, mal ganz zu schweigen)

          Wer meint, solche Szenarien sind unrealistisch, möge eben mal nach Brasilien schauen. Dort hat ein Coronaleugner das Sagen, die Folge sind Massengräber.

          Kommen wir zu den 98 %: Von diesen erkranken ca. 14 % schwer und vergleichbar mit der Schwere der Grippe (auch wenn der Vergleich nicht passt, da Corona eine ganzkörperliche Erkrankung ist und keine reine Atemwegserkrankung). Die Grippe ist ebenfalls eine tödliche Erkrankung. Insofern verstehe ich den (verharmlosenden) Vergleich nicht. Wir haben mit Corona sozusagen eine Supergrippe. Sollte der Grippevirus jemals derart mutieren, hätten wir vergleichbare Maßnahmen (siehe 1957/1958 asiatische Grippe in Deutschland, die nicht mal die Todeszahlen vom heutigen Coronavirus hatte).

          Gegen die Grippe lassen sich übrigens die meisten Menschen impfen und wir haben da bereits auch erprobte Medikamente zur Behandlung, deshalb haben wir sie gut im Griff. Warum dieser Vergleich also gegen das Impfen bei Corona angeführt wird, verstehe ich ebenfalls nicht.

          An den Medikamenten zur Behandlung bei Corona wird übrigens noch geforscht. Auch deshalb ist das mit der Grippe nicht vergleichbar.

          • „Wir sprechen also über mögliche 1,6 Mio Tote nur in Deutschland.“
            Nein, sprechen wir nicht. Zweitens ist die Zahl nicht korrekt – war aber auch nicht das Thema über das wir hier schreiben.
            Grippe ist übrigens auch keine reine Atemwegserkrankung und die Symptome der Menschen, die nicht im Krankenhaus auf der Intensivstation liegen, haben nunmal grippale Symptome, deswegen ist der Vergleich gerechtfertigt, und es ist keine Verharmlosung – sondern die Realität.

            Und ich bin nicht generell gegen das Impfen. Ich verstehe nicht wieso Sie darauf kommen.

            Ich hatte geschrieben: „Sie müssen es aber auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht impfen werden – aus guten Gründen. Und deswegen bin ich auch entschieden dagegen sind, dass sich die Kirche auf eine moralische Seite stellt.“
            Mit dem Impfen meine ich natürlich gegen Covid 19.

            MfG

            • Es gibt keine moralische Seite gegen das Impfen.

              Die von Dir genannte Neutralität würde, wenn man sie konsequent weiter denkt, die Kirchen zu jedem Thema sprachlos machen, weil es immer eine mindestens kleine Gruppe gibt, die begründet anderer Meinung ist.

              Ich akzeptiere, wenn sich jemand nicht impfen lassen will oder darf, (die Fälle gibt es ja auch).

              Was ich nicht akzeptiere, ist, wenn diese Position mit falschen, teilweise vollkommen erlogenen „Fakten“ begründet wird, wie es auch hier bei jesus.de teilweise bei manchen Kommentaren der Fall ist.

              Wenn jemand sich entscheidet, sich nicht impfen zu lassen, ist es sein gutes Recht (es sei denn, es gibt eine Impfpflicht, aber die ist ja derzeit nicht geplant).

              Allerdings hat jeder andere Mensch auch ein Recht auf Schutz vor Ansteckung. Ein Impfgegner muss deshalb auch die Folgen seiner Entscheidung tragen, z.B. wenn er bestimmte Gebäude nicht mehr betreten darf oder an bestimmten Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen darf.

              Denn ein Recht, andere anzustecken, hat ein Impfgegner nicht. Dafür ist diese Erkrankung zu schwer.

              Entscheidungen haben Konsequenzen. Wer diese tragen will, bitteschön. Nur dann bitte auch nicht rumjammern, wie gemein die Welt ist.

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