Gunnar Engel ist Pastor in einer kleinen Gemeinde nahe Flensburg. Auf seinem YouTube-Kanal will der 32-Jährige jungen Menschen den Glauben näher bringen und die Zukunft der Kirche mitgestalten. Constanze Kainz von Zeit Campus hat ihn in seinem Berufsalltag begleitet.

Seit September 2018 spricht Engel auf YouTube über seinen Glauben und den Beruf des Pastors. Jede Woche lädt er Videos hoch, in denen er Impulse und Tipps zu Nachfolge, Bibellesen, aber auch zu ganz weltlichen Fragen gibt. Von seinen über 5.000 Abonnenten bekommt er fast nur positives Feedback. Seine Videos sind professionell, auch auf Instagram und Spotify ist der Influencer unterwegs und kennt sich aus. In Glaubensfragen seien er und seine Frau Anni trotz des lockeren Äußeren aber konservativ.

„Die Kirche muss etwas ändern, weil es hier sonst irgendwann keine Pastoren mehr gibt“, sagt Engel. Dass irgendwann jede Kirche und jeder Pastor einen YouTube-Kanal hat, sei trotzdem nicht die Lösung. Gemeinde müsse mehr als eine Online-Community sein. Engel wünscht sich, dass wieder mehr Menschen in die Kirche zurückfinden, vor allem die jungen. „Vielleicht reicht es nicht, nur das Äußere, nur die Verbreitungswege zu verändern – YouTube statt Kanzel. Vielleicht muss sich die Kirche auch inhaltlich weiterentwickeln“, schlussfolgert Kainz.

LINK: Influencer im Namen des Herrn

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