Inka Hammond: „Tochter Gottes, erhebe dich“

0

Selten sieht man ein Buch mit so einem ansprechenden Cover. Eine gerüstete Frau blickt den Leser entschlossen an. Bild und Titel fassen das Anliegen dieses Buchs gut zusammen. Frauen werden ermutigt, ihre wahre Identität als Töchter Gottes zu erkennen. Das gibt ihnen die Kraft aufzustehen, Verletzungen hinter sich zu lassen und nicht nur zu siegen, sondern andern zum Segen zu sein.

Die Autorin berichtet offen über ihr eigenes Leben. Von einer Panikattacke wie gelähmt, musste sie lernen, ihre inneren Verletzungen zu überwinden. Mit ihrem eigenen Beispiel ermutigt sie Frauen, nicht als Opfer liegen zu bleiben, sondern sich mutig auf Gottes Angebot einzulassen. Von ihm kommt Heilung und die Kraft, ein Segen für andere zu sein.

Jedes der elf Kapitel behandelt ein anderes Thema. Im ersten Teil geht es um Zerbrochenheit und Aufstehen, Ankommen und Heilwerden bei Jesus und darum, Zeit mit Jesus zu verbringen. Im zweiten Teil lernen Frauen, wie wichtig ihre Worte, ihr Einsatz für Gerechtigkeit, ihre Rolle als Mutter und Partner und ihre Träume sein können. Das Buch schließt mit der Aufforderung, mit mutigen Schritten vorwärtszugehen.

Persönliche Einblicke

Besonders schön an diesem Buch sind die vielen persönlichen Beispiele der Autorin. Die einzelnen Themen bauen aufeinander auf. Es ist hilfreich, dass jedes Kapitel ein Hauptthema hat. Die Inhalte sind nicht unbedingt neu, aber ist es schön, sie übersichtlich zusammengefasst zu haben. Es wäre gut gewesen, wenn das Buch mehr konkrete Vorschläge zur Umsetzung bieten würde, aber vielleicht ist es darum gut, das Buch zusammen mit anderen Frauen zu lesen und zu besprechen.

Passend zum Buch gibt es nämlich auch ein Heft für die Teilnehmerinnen von Kleingruppen. Es eignet sich sowohl für größere Kreise als auch für den Austausch von nur zwei Frauen. Der Ablauf jedes Treffens wird ausführlich beschrieben, einschließlich Zeitangaben für die einzelnen Programmpunkte. Sehr schön ist die Aufforderung, dass jede Woche eine Teilnehmerin von ihren persönlichen Kämpfen berichtet, was leichter fällt, da die Autorin im ersten Kapitel selbst den Anfang macht.

Vom Gebetshaus geprägt

Nach einem kurzen Gedankenanstoß zum Inhalt folgen Fragen für das Gruppengespräch. Jede Einheit schließt mit Fragen ab, die vor dem nächsten Treffen bearbeitet werden können. Hilfreich sind die QR-Codes, die zu YouTube-Videos mit passenden Lobpreisliedern oder anderen Inhalten führen.

Das Buch und Kleingruppenbuch sind vom Gebetshaus Augsburg geprägt. Im Gesprächsbuch werden das gegenseitige Segnen und das Aussprechen von ermutigenden Worten stark betont. Das ist vermutlich für manche Gemeinde eine unbekannte Praxis. Auch die Aussagen des Buchs sind durchweg positiv und ermutigend. Es ist sicher wichtig, dass Frauen erfahren, wie wertvoll sie in Gottes Augen sind und welche Möglichkeiten in ihnen stecken. Aber fraglich ist, ob damit ein ganzheitliches Bild der Nachfolge vermittelt wird.

Von Marianne Müller

Leseprobe (PDF)

Verlag: SCM R.Brockhaus
ISBN: 978-3-417-26875-1
Seitenzahl: 208
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
5

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein