Irina Bach: Mother is deleted – aus dem Leben verbannt

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Irina Bach, ein Pseudonym, berichtet in ihrem Buch „Mother is deleted – aus dem Leben verbannt“ über den schmerzhaften Verlust ihres Sohnes durch dessen Kontaktabbruch. Sie greift damit ein leider sehr aktuelles Thema auf.

Ihr Werk ist in zwei Abschnitte gegliedert, zum einen „Aufzeichnungen über den Verlust des Kindes“ und zum anderen „Ermutigungen“. Letzteres zeigt schon die Absicht der Autorin. Es handelt sich nicht nur um eine Autobiografie einer vom christlichen Glauben getragenen Mutter. Irina Bach gibt darüber hinaus gerade auch dem betroffenen Leser Hilfen an die Hand.

Dabei wechselt die Schriftstellerin zwischen ihren sehr persönlichen Tagebuchaufzeichnungen bzw. ihren Überlegungen und wunderbar zu der jeweiligen Situation passenden Gebeten ab. Diese eignen sich hervorragend zum Nachbeten.

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Die Autorin schreibt offen und ehrlich über die Gefühle und Gedanken, die sie sich über ihren Sohn und zu ihrer Situation gemacht hat. Das macht dieses Buch sehr authentisch und anrührend. Halt gibt ihr of-fensichtlich immer wieder neu ihr Glauben. Aber mehr jedoch der ebenfalls von einem Kontaktabbruch seines Kindes betroffene Leser fühlt sich hier in seiner eigenen Trauer verstanden.

Sehr angenehm ist, dass das Buch gerade nicht zu den Ratgebern zählt, die dem Leser verschiedene fixe Patentrezepte an die Hand geben – so in der Art: „Du musst loslassen und dann geht es dir gut!“, was selten so und gerade in dieser Situation nicht funktioniert. Denn es wird Zeiten geben, in denen man losgelassen hat und frei von Schmerz ist, dann jedoch kommen wieder Tage, an denen die Trauer über den Verlust zurückkehrt. Irina Bachs Ausführungen und ihre Erfahrung zeigen aber, dass auch dieser neu hoch gekommene Schmerz sich wieder auflösen wird.

Es ließe sich hier noch viel über das Buch schreiben, aber statt weiterer Ausführungen meinerseits möchte ich empfehlen, dieses Buch selbst zu lesen. Es ist nicht nur für Betroffene sondern für alle Leser ein Gewinn. Aus meiner Sicht jedoch besonders für Menschen, die vom christlichen Glauben getragen sind. Ich persönlich würde mir wünschen, dass ein Kind zu diesem Buch greift, das den Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen hat, und dass dann dieses Werk zur Versöhnung und Wiederbegegnung beiträgt.

Von Doris Gehrke

Verlag: Utz Verlag
ISBN: 978-3-8316-2125-5
Seitenzahl: 174
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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