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"Gott nahe zu sein ist mein Glück", heißt es im Psalm 73, Vers 28. Dieses Wort aus dem Alten Testament haben die deutschsprachigen Kirchen Europas über das Jahr 2014 gestellt.

Die Jahresloung sei eine Einladung sich von Gott suchen und finden zu lassen, heißt es in einer theologischen Auslegung. Gott komme dem Menschen darin ganz nahe. Wo Gott sei, stelle sich Glück ein.

 Sich zu Gott zu halten sei jedoch "kein Geschäft. Gott vertrauen ist keine Garantie für ein lockeres und leichtes Leben", sagt Theologieprofessor Michael Rohde vom Theologischen Seminar Elstal bei Berlin. Wer aber Dunkelheit und Gottesferne durchlitten habe, "dem ist die Nähe Gottes köstlich. Wer unbeschwert vor Gott sein kann, der will die Welt umarmen".

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 Die Jahreslosungen werden von einer ökumenischen Arbeitsgruppe der Kirchen in Deutschland, der Schweiz und Österreich ausgewählt. Die Texte sollen den heutigen Menschen und seine Alltagssituation im Blick haben. Bis heute orientieren sich viele christlich geprägten Familien an diesen Losungen.

 Die Praxis biblischer "Losungen" geht auf die Herrnhuter Brüdergemeine zurück. 1731 hat Graf Nikolaus von Zinzendorf, der Begründer dieser geistlichen Gemeinschaft, zum ersten Mal prägnante biblische Worte in einem "Losungsbuch" zusammen gefasst. Seit dieser Zeit zieht wie bei einer Lotterie ein Mitglied der "Herrnhuter" ein "Bibelwort des Tages" aus einer silbernen Schale. Diese biblischen Worte werden dann in den "Herrnhuter Losungen" veröffentlicht.

 Die Jahreslosung wird aber nicht von der Herrnhuter Brüdergemeine, sondern von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen herausgegeben. Gleiches gilt auch für die Monatssprüche.

(Quelle: epd)