Jennifer Delamere: „Wohin dein Herz mich ruft“

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London 1881. Während einer Fahrt mit der U-Bahn ereignet sich ein schwerwiegender Unfall. Julia Bernay, eine Krankenschwester, kann dem verletzten Anwalt Michael Stephenson das Leben retten.

Julias Herzenswunsch ist es, Medizin zu studieren und Ärztin zu werden. Aber ein Mandant von Michael, der Graf von Westbridge, versucht mit allen Mitteln, die Schließung der London School of Medicine for Women zu erwirken. Obwohl Julia und Michael mit sehr unter­schiedlichen Lebensplanungen beschäftigt sind, entwickeln sie eine starke Zuneigung füreinander. Die Irrungen und Wirrungen lassen ein Happy End allerdings schwer vorstellbar werden.

Glauben und Frauenrechte

Mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen, weil es nicht nur auf diese Liebes­beziehung eingeht, sondern den Leser mit einer Zeit in Berührung bringt, in der Frauen anfangen, für ihre Ausbildung zu kämpfen. Jennifer Delamere gelingt es gekonnt, historische Figuren in das Geschehen mit einzubauen. So beispielsweise Dr. Elizabeth Anderson, die Mitbegründerin der genannten Medizinischen Schule für Frauen.

Gleichzeitig lernt der Leser Julia Bernay als gläubige Frau kennen, die in den Waisenhäusern von Bristol unter Georg Müller aufgewachsen ist. Mit sehr viel Gottvertrauen und uner­schrocken verfolgt sie ihren Herzenswunsch, Ärztin zu werden, und nutzt immer wieder Gelegenheiten, um für diesen tief gegründeten Glauben Zeuge zu sein. Dadurch kann sie Menschen zu Jesus führen, Versöhnung vermitteln und Einstellungen verändern.

Von Ingrid Bendel

Leseprobe (PDF)

Verlag: SCM Hänssler
ISBN: 978-3-7751-5905-0
Seitenzahl: 384
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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