Jentezen Franklin: „Liebe, als wärst du noch nie verletzt worden“

0

Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Ich habe es mir besorgt, da ich selbst keine unbeschadete Vergangenheit hatte und spürte, dass mir zu viele Altlasten nachlaufen. Grade das Thema Vergebung hat mich angesprochen. Denn wem fällt es nicht schwer, anderen zu vergeben? Vor meinem Hintergrund kann ich sagen, dass Franklins Lektüre gute Ratschläge mitgeben kann, aber vielleicht nicht für jeden geeignet ist.

Das Buch ist optisch sehr schön aufgebaut. Jedes Kapitel ist zu Beginn ein wenig verziert und macht einen fröhlichen Eindruck. Wichtige Aussagen werden optisch hervorgehoben. Das Werk enthält viele gute Gedanken zum Thema Vergebung und Glauben. Sie geben eine Richtung vor und machen Mut. Außerdem sind passende Bibelverse eingearbeitet. Leider richtet sich das Buch vor allem an Ehepaare. Viele Kapitel behandeln das Leben einer Ehe. Alleinerziehende Mütter zum Beispiel werden nur am Rande erwähnt, Singles noch weniger.

Konservative Ansichten

Grade die erste Hälfte des Buchs hat es mir schwer gemacht. Der Autor Jentezen Franklin ist konservativ und lebt das auch aus. Womit ich mich nicht arrangieren konnte, war, dass er dabei verurteilend wurde. Ich hatte das Gefühl, er statuiere, dass nur seine Meinung die Richtige sei und alle, die anders leben, in die Hölle kämen. Das machte das Weiterlesen schwer, ein Lesefluss wollte sich nicht einstellen.

Werbung

Gegen Ende wurden Franklins Worte wieder motivierender und positiver, weniger verurteilend. Grade in den letzten Kapiteln gibt er gute Leitsätze und Tipps mit. An sich enthält dieses Buch eine gute Botschaft und eine tolle Idee. Aufgrund der Kerngedanken würde ich es dem empfehlen, dem die konservative Art nicht sauer aufstößt oder der darüber hinwegsehen kann.

Von Wiebke Pott

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573454-6-2
Seitenzahl: 288
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
5

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein