Jesus – made in China (Deutschlandfunk Kultur)

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Eine Metalstatue mit ausgebreiteten Armen steht vor blauem Himmel.
Der auferstandene Jesus von Medjugorje ist ein beliebtes Pilgerziel. Foto: Pixabay / franciscalis

Auf die Schattenseiten christlichen Glaubens lässt ein Artikel auf Deutschlandfunk Kultur derzeit blicken. Er berichtet über eine Jesusstatue im bosnischen Medjugorje. Diese soll angeblich salzige Wassertropfen weinen. Das Abwischen feuchter Stelle auf dem Metall ist nun zu einem Ritual geworden – natürlich mit speziellen, dort verkauften Tränentüchern. Auch mit teils billig in China produzierten Duplikaten der Jesusfigur wird eine Unmenge an Geld verdient.

Der Künstler selbst verdient an dem Geschäft mit dem Pilgertum nichts. Grund dafür ist ein Rechtsstreit. Andrej Ajdič bezieht sich auf einen Dauerleihgabevertrag, die Kirchenvertreter auf eine Zollerklärung, in der die Christusstatue als Geschenk deklariert wurde. Sogar der Vatikan-Beauftragte für den Pilgerort, Erzbischof Henryk Hoser, hat in einer öffentlichen Stellungnahme zugegeben, dass Medjugorje unter mafiösen Strukturen leidet. Wahrscheinlich werden jetzt die Gerichte über den Fall entscheiden müssen.

LINK: Jesus – made in China

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