Jochen Brühl: „Volle Tonne, leere Teller“

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„Volle Tonne, leere Teller: Was sich ändern muss. Gespräche über Armut, Verschwendung, Gerechtigkeit und notwendiges Engagement“ trifft den Kern der aktuellen Lage und appelliert an die soziale Verantwortung eines jeden von uns. Der Vorsitzende der Tafeln in Deutschland, Jochen Brühl, hat mit 17 verschiedenen Personen, darunter Schauspieler, Theologen, Unternehmer, Autoren und Köche, Gespräche geführt, in denen es nicht nur um die Tafel geht.

Die Tafel wurde ursprünglich gegründet, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten. Heute ist sie eine der wichtigsten gemeinnützigen Einrichtungen, um die Not und den Hunger von bedürftigen Menschen zu lindern. Viele der Nutzer hätten nie gedacht, dass sie diesen Dienst einmal nötig haben werden. Es sind Alleinerziehende, Niedrigverdiener, Langzeitarbeitslose, Kranke oder Rentner, die von ihrem Einkommen nicht alleinig leben können.

Besonders gefallen mir die Vielfältigkeit des Buches und der befragten Personen. Das Buch stellt unangenehme Fragen: Wie kann es sein, dass ein so reiches Land wie Deutschland die Arbeit der Tafeln braucht? Verlässt sich der Staat gar darauf, dass es solche Institutionen gibt, und entzieht sich so seiner eigenen Verantwortung? „Volle Tonne, leere Teller“ beschäftigt sich sehr differenziert und behutsam mit diesem schwierigen Thema, ohne allzu schnell die Schuld auf jemanden zu schieben. Einfache Antworten gibt es schließlich nicht. Gleichzeitig werden sehr wohl Missstände beim Namen genannt.

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Von Horst Pfister

Leseprobe (PDF)

Verlag: Adeo
ISBN: 978-3-86334-237-1
Seitenzahl: 240
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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