John Ortberg: „Warum eigentlich Ostern?“

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Dieses schlichte, nur 94-seitige Büchlein versucht bei Menschen, die nicht in der Bibel bewandert sind, Interesse an Ostern und an Jesus zu wecken. Ohne allzu sehr theologisch zu werden, versucht der Autor, die Begebenheiten rund um Karfreitag, Ostersamstag und Ostersonntag (jedem Tag ist ein Kapitel gewidmet) zu erklären.

John Ortberg erklärt, wer alles ein Interesse an Jesu Tod hatte, wie es zu seiner Kreuzigung kam, warum gerade Jesus gekreuzigt wurde und für wen er starb. Er beschreibt die Zeit zwischen Kreuzigung und Auferstehung und wie sich dieser Tag zwischen „Leid“ und „Freude“ mit unseren Leiderfahrungen im Leben vergleichen lässt. Interessant finde ich den Begriff der Drei-Tage-Geschichte und den Vergleich mit anderen Drei-Tage-Geschichten aus dem Alten Testament, die laut Ortberg alle auf Ostern hinweisen. Und dann natürlich der Sonntag der Auferstehung – der Sonntag der Hoffnung mit einem Schwenker auf unser Verhältnis zu Tod und ewigem Leben.

Das vierte Kapitel spricht über die Konsequenzen der Auferstehung und lädt ein, es mit Jesus zu probieren: „Das neue Leben, das Jesus uns anbietet, ist keine abstrakte Sache, die von Experten diskutiert werden muss. Es ist eine Einladung.“

So ist dieses Buch eher an Nicht-Christen gerichtet. Menschen, die schon mit Jesus leben, werden von diesem Text ein bisschen enttäuscht sein und sich mehr Tiefgang wünschen. Ich jedenfalls hatte mir mehr Inhalt von diesem Buch versprochen, mehr Dichte an Information, mehr Zusammenhänge und Struktur. John Ortberg schreibt sehr weitschweifig, springt mit vielen Worten in oftmals abgehackten Sätzen von einem Punkt zum nächsten. Und einige Aussagen scheinen mir etwas fragwürdig.

Von Brigitte Keune

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien GmbH
ISBN: 978-3-9573454-7-9
Seitenzahl: 96
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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