„Kann man sich zum Glauben klicken?“, fragt Jörg Dechert, Vorstandsvorsitzender von ERF Medien, in seinem Blog „Pixelpastor“. Vor 20 Jahren hätten viele das noch kritisch gesehen, der erste Corona-Lockdown habe jedoch die Bedenken, Mahnungen und Warnungen beiseite gefegt, schreibt Dechert. Jede Medienrevolution sei eine Chance für das Evangelium. Und dies gelte auch für das Internet.

Weiterlesen im Pixelpastor-Blog

Werbung

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Zum Glauben kann man sich klicken

    Zum Glauben kann man sich (nicht) klicken – denn nach meiner festen Überzeugung ist Gott selbst, seine allesumfassende Wirklichkeit, die Ursache des Glaubens. Etwa wie bei dem bekannten Jesusgleichnis von dem Hirten, der die 99 Schafe verlässt um das eine unter den Dornen zu finden, auf seine Schultern zu legen und heimzutragen. Will sagen: Bildlich gesprochen hat das Schaf sich nicht zum Glauben geklickt, keine Voraussetzungen zur Gottesbegegnung erfüllt und auch keinerlei Leistungen erbracht. Das bedeutet grundsätzlich, ich bin bereits geliebt vor meiner irdischen Existenz, ohne Voraussetzung und Gott ist jedem und jeder immer gnädig. Die Liebe ist nicht bezahlbar, schon gar nicht die von Gott. Das Kreuz von Golgatha ist unsere Versöhnung mit Gott, gewissermaßen eine himmlisch-notarielle Urkunde. Wir müssen nur die ausgestreckte Hand annehmen. Aber vielleicht ist es auch so, dass es zwar ein Ewiges Gericht gibt, aber eines mit den Mitteln der Liebe, denn Jesus Christus ist die Liebe Gottes in Gestalt und mit dem Angesicht eines Menschen – er ist der Friedefürst. Aber mit Jesus kam Gott als allesumfassender Geist körperlich. Damit hat er das Irdische zu dem gemacht, was es sein soll: Wir sind Geist von Gott Geist, eigentlich ein Ebenbild oder Stempelabdruck von ihm (oder ihr).

    Natürlich können, dürfen und sollen wir die größte Botschaft des Universums in der Kirche, einer christlichen Gemeinschaft, oder virtuell im Fernsehen, im Internet und auch in modernen alternativen Gottesdiensten vernehmen. Aber das ist mehr unsere Methode und es ist die Methode des Himmels – aber es ist eben nur eine „Methode“. Das Heil kommt dagegen allein von Gott. Die wunderschönen Gottesdienste, Andachten, Glaubenssendungen, Küchenandachten, Freiluftfeiern, Autokinokirchen usw. im Fernsehen und im Internet, die vom ersten Tag Coronas mutig und wirkungsvoll aus dem Boden gestampften Internetauftritten der Christenheit, sind wunderbar und verdienen viel Dank und Anerkennung. Aber ich liebe nicht das Bild eines lieben Menschen auf meinem Schreib- oder Nachttisch, sondern meine reale Begegnung mit ihm. Die Gemeinde ist jener Ort, wo mindestens zwei oder viele tausend Menschen körperlich real anwesend sind, wo man sich auf Augenhöhe begegnet, singt, beten, isst, trinkt, Abendmahl feiert, sich versöhnt und vergibt – Leib Christi ist. Gerne ist die Fernbeziehung zum Glauben und zur Gemeinde erwünscht, aber das Optimum ist meine persönliche Anwesenheit unter dem Kreuz und beim Abendmahl. Eine virtuelle Umarmung ersetzt nicht die wahre Begegnung mit körperlich anwesenden Menschen.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein